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 Griechische Mythologie
 
 

Erginus

Unter diesem Namen sind zwei Gestalten der griechischen Mythologie bekannt.

Der erste ist ein König von Orchomenus (der Minyer). Sein Vater war zu Theben von Perieres, einem Stallmeister, per Steinwurf zu Tode getroffen worden und Erginus hatte ihm darum versprochen, von Theben einen Tribut abzuverlangen. Dies gelang nach einem Feldzug und fortan hatten die Thebaner zwanzig Jahre lang jährlich einhundert Rinder abzuliefern.

Als seine Boten einmal wieder diesen Tribut abholen wollten, trafen sie auf den Herakles, der den Thebanern wohlgesonnen war. Dieser schnitt den Boten Nasen und Ohren ab und sandte dieses als scheußlichen Tribut an Erginus, worauf der sich zum Krieg genötigt sah.

Theben war schwach an Waffen, weshalb Herakles (aus dem Tempel) der Athene die Waffen wegnahm. So gerüstet zog er den Truppen des Erginus entgegen und kehrte die Tributpflicht - in doppelter Höhe - um. Nach mancher Darstellung kam Erginus bei diesem Händel um, nach anderer war er später so auf das Geldvermehren erpicht, daß er erst sehr spät an eine Heirat dachte und in hohem Alter mit einer jungen Frau Vater von Agamedes und Trophonius wurde.

Der zweite ist ein Sohn des Poseidon und einer der Argonauten, dessen Beschreibung gelegentlich nachgetragen werden wird.