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 Griechische Mythologie
 

Erichthonios

(auch Heniochus, lat. Erichthonius) Erichthonios, Sohn der Erde Gaia und des Hephaistos, entsprang (aus eris „Streit” und chton „Erde”) der Erde, als Hephaistos sich die Athene zur Frau nehmen wollte. Die entzog sich dem brünstigen Schmiedegott und dessen Samen troff auf die Erde. Athene zog Erichthonios auf und er wurde vierter König Athens, nach julianischer Zeitrechnung von 3225 bis 3275.
Er galt den Griechen als Erfinder des Ackerbaus und des Viergespanns und sollte wie sein Vater hinken, da er als Füße Schlangen besaß bzw. ganz die Gestalt einer Schlange hatte.

Als er noch von Athene aufgezogen wurde, legte die Göttin den kleinen Erichthonios in eine Truhe, die sie den Töchtern des Kekrops gab, die sie keinesfalls öffnen durften. Sie taten es aber doch, sahen das Kind, wie es da mit einer Schlange lag und bekamen einen solchen Schreck, daß sie sich wahnsinnig von der Akropolis in den Tod stürzten.

Erichthonios wurde König von Athen, nachdem er seinen Vorgänger Amphiktyon vom Thron verdrängt hatte, nachdem der neun Jahre König gewesen war. Erichthonios’ eigene Herrschaft soll zwölf, nach anderen zehn Jahre gedauert haben, nach julianischer Zeitrechnung begann diese 3215 J. d. W.).

Erichthonios selbst fand durch Poseidon den Tod und er wurde als Sternbild Bootes (Fuhrmann) an den Himmel versetzt.

Erichthonios soll in Athen die Panathenischen Spiele eingerichtet haben.

Ob Erichthonios mit Erechteus identisch oder dessen Großvater (bei HOMER, Illias 2.257ff) ist, wird unterschiedlich berichtet.

Quelle: soweit nicht gesondert vermerkt n. HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp. 1029-1033