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| Griechische Mythologie | |
(gr. Streit) Die griechische Göttin und Personifikation des Streites und der Zwietracht.
Sie ist nach HESIOD Tochter der Nacht Nyx und damit Schwester von Thanatos, Hypnos, Ker, Momos, der Moiren, der Hesperiden, Nemesis u. a. (HESIOD, Theogonie, 211-225)
Die schreckliche Eris nun gebar die leidvolle Mühsal, das Vergessen, den Hunger, und tränenbringende Schmerzen, auch Schlachten, Kämpfe, Mord und Totschlag, Zwietracht, Betrug, Rede und Widerrede und, eng miteinander verwoben, Rechtsverletzung und Verderben und den Eid, der irdischen Menschen das größte Leid bringt, wenn einer willentlich falsch schwört. (Theogonie, 226-232)
In seinem zweiten Buch unterschied HESIOD jedoch von dieser verderblichen Eris eine Eris des Wetteifers und gesunden Ehrgeizes. (Werke u. Tage, 11ff.)
Nach HOMER ist Eris Schwester und Gefährtin des Ares. (BELLINGER, 136)
Eris war zur Hochzeit des Peleus und der Thetis nicht eingeladen. Erbost warf sie einen goldenen Apfel mit der Aufschrift der Schönsten unter die Hochzeitsgäste.
Sofort begannen die Göttinnen Aphrodite, Athene und Hera zu streiten, wem der Apfel zugedacht sei. Paris hatte zu urteilen, entschied sich für Aphrodite, erhielt dafür die Helena und deshalb brach der Trojanische Krieg aus.
Damit begann nicht nur der Krieg, sondern auch die Heroenzeit selbst, als ein Versuch der Götter, das Menschengeschlecht zu schwächen (KERÉNYI, 178)
Der Apfel der Eris wurde als Zankapfel sprichwörtlich.
Nach Eris wurde ein 2005 entdeckter Zwergplanet benannt.