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| Griechische Mythologie | |
(griech. Liebesbegehren) Die griechische Gottheit, die das Feuer der Liebe entfacht.
Bei HESIOD ist er eine der ältesten Erscheinungen der Götterwelt, er ging nebst der Gaia aus dem anfänglichem Chaos hervor und ist der schönste der unsterblichen Götter. (Theogonie, 116-122)
Auch der Philosoph PLATON hielt Eros für die älteste Gottheit, sich dabei auf HESIOD berufend.
Seit Geburt der Aphrodite gehört Eros zum Geleit der Liebesgöttin. (Theogonie, 201)
Er gilt in späterer, hellenistischer Zeit als Sohn des Kriegsgottes Ares und der Liebesgöttin Aphrodite. Geliebte des Eros ist die Psyche. Dargestellt wird er als geflügelter Bogenschütze. Besonders bekannt ist dieser unter seinem römischen Namen Amor, der die Psyche liebt, wie es etwa das in dem Roman Der goldene Esel des Apuleius nachzulesen ist.
Die Zwiespältigkeit der Liebe liegt im Charakter des Sohnes von Krieg und Liebe. Er ist grausam, seine Opfer geraten in völlige Besinnungslosigkeit. Auch seine Geliebte Psyche wird von ihm gequält. Die Dichterin Sappho verehrt ihn als bitter-süß.
Eros entspricht dem römischen Amor bzw. der Begierde Cupido.
In Thespai/Böotien verehrte man ihn in Form eines unbehauenen Steins.
Die Orphiker sahen in der Kraft, die Eros symbolisiert, den Schöpfer, der aus dem Chaos den Kosmos schuf.