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 Griechische Mythologie
 
 

Eumolpus

Er entsproß einem Seitensprung des Meergottes Poseidon und der Chione, einer Tochter des Windes Boreas.

Damit der Boreas nichts von ihrem Fehltritt erfahre, warf sie den Eumolpus gleich nach der Geburt, doch rettete ihn Poseidon, ließ ihn in Äthiopien ans Ufer treiben und dort von Benthesicyme und Amphitrite aufziehen, beides Töchter des Meergottes.

Herangewachsen vermählte Eumolpus sich mit der Benthesicyme. Doch war ihm die nicht genug und er wollte auch die Amphitrite erobern, doch mußte er, weil er dabei Gewalt gebrauchte, dafür samt seinem Sohn Ismarus nach Thrakien fliehen, wo ihn der König Tegyrius aufnahm.

Doch war Eumolpus dem kein guter Gast und trachte dem Tegyrius nach dem Leben. Als das entdeckt wurde, floh Eumolpus nach Eleusis. Hier wurde er zum Musiklehrer des Herakles und weihte den in die Mysterien ein, bevor der Heros in den Tartaros hinabstieg um von dort den Kerberos heraufzuholen.
Bei den olympischen Spielen tat sich Eumolpus als Musiker hervor, als er im Singen zur Pfeife den Lorbeerzweig gewann.

Später versöhnte Eumolpus sich mit Tegyrius und kehrte nach Thrakien zurück, wo er sogar Nachfolger des Tegyrius wurde.

Den Eleusinern hielt er die Treue. Als die gegen ihre Nachbarn aus Athen unter deren König Erechtheus im Krieg lagen, zog ihnen Eumolpus mit einem Heer zu Hilfe, doch scheiterte das Unternehmen und Eumolpus fand den Tod.

Eumolpus hatte auch die Athener in den Geheimnissen von Eleusis unterwiesen und einen Eumolpus hatte Orpheus in der Musik unterrichtet. Es ist somit nicht abwegig, wenn der Kämpfer gegen Athen für einen anderen, jüngeren Eumolpus angesehen wird.