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| Griechische Mythologie | |
(gr. die weithin Geltende) Die griechische Mythologie kennt mehrere Gestalten dieses Namens:
Eine Eurynome ist die Gemahlin des Ophion. Bevor Kronos die Herrschaft an sich riß, beherrschten sie beide den Himmel, doch dann wurde ihr Gatte von Kronos gestürzt, sie selbst von Rhea im Ringen überwunden und in den Tartaros verstoßen.
Bei Phigalia in Arkadien befand sich in ihrem Tempel ein mit goldenen Ketten gefesseltes Standbild, das die Eurynome als ein Mischwesen aus Frau und Fisch darstellte. Dieser Tempel wurde nur einmal jährlich geöffnet (PAUSANIAS, Arkadien 41,6).
Eurynome war nach Ansicht der Menschen von Phigalia ein Beiname der Artemis, doch hielt das bereits PAUSANIAS für unwahrscheinlich und verweist auf HOMER, der sie in der Ilias eine Tochter des Okeanos nennt (Arkadien 41,5), ebenso wie auf den zum Okeanos besser passenden Fischschwanz.
Eine andere Eurynome ist als Tochter des Titanenpaares und Tethys (HESIOD, Theogonie, 358) eine Meeresnymphe, die zu den Okeanines gehört.
Aus einer unehelichen Verbindung der Eurynome mit dem Zeus gingen die drei schönwangigen Chariten Aglaia (die Glänzende), Euphrosyne (Frohsinn) und Thalia (Festfreude) hervor. (Theogonie, 907-911)
Bei dieser Eurynome und der Thetis verweilte neun Jahre der neugeborene Gott Hephaistos, nachdem ihn Zeus aus dem Olymp geworfen hatte (HOMER, Ilias 18.395ff.).
Der Name Eurynome bedeutet die Universelle und deutet auf Eurynome als eine sehr alte Große Göttin hin. Diese bildete sich selbst aus dem Chaos und fand sich in einer großen Leere. Darum schied sie Himmel und Wasser und tanzte fortan alleine auf dem Urmeer in Richtung Süden. Dabei verspürte sie den Nordwind Boreas, nahm ihn in die Hände und rieb ihn, bis er sich zu der Schlange Ophion verdichtete. Mit der paarte Eurynome sich, wurde schwanger und legte das Weltei, aus dem Sonne, Mond und die später belebte Erde schlüpften.
Durch den Tanz brachte Eurynome die Elemente in eine Ordnung und sie entspreche darin der Themis, deren Name eben Ordnung bedeutet (WALKER, 236).
Eine Entstellung dieser Eurynome machte sie zum dämonischen Höllengott Eurynomus.
Eine weitere Eurynome ist eine Tochter des Nysus. Sie wurde von Poseidon Mutter von Agenor und Bellerophon.
Noch eine Eurynome ist Gattin des Talaos und von ihm Mutter des Adrastos.
Schließlich trägt auch die treue Schaffnerin der Penelopeia diesen Namen (HOMER, Odyssee 18.169).
Quelle:
Soweit nicht gesondert angegeben folgt die Sammlung HEDERICHs Gründl. mythol. Lexikon, bes. Spn 1087f.