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| Griechische Mythologie | |
Platon nennt diesen in seinem Dialog Kritias als einen der Söhne des Poseidon und der Kleito, die diese auf der späteren Königsinsel des untergegangenen Reiches Atlantis, Basilea, zeugte (Kritias 113f., z. n. SPANUTH, Die Atlanter, 461f.)
Gadeiros ist jüngerer Brüder des Atlas, insgesamt waren es fünf Brüderpaare, jeweils Zwillinge:
Atlas und Gadeiros,
Ampheres und Euämon,
Mneseus und Autochthon
Elasippos und Mester,
Azaës und Diaprepes
(Kritias, 114a-114c) die Älteren sind jeweils zuerst genannt).
Während Atlas am mütterlichen Wohnsitz blieb, bekam Gadeiros den äußersten Anteil der Insel, von den Säulen des Herakles bis zum Gadeirischen Land, wie es noch jetzt in jener Gegend genannt wird. Diesem gab er [Poseidon] den Namen, welcher griechisch Eumelos, in der Landessprache Gadeiros lautete, und dieser Umstand mag auch zugleich dieser Landschaft den Namen gegeben haben. (Kritias 114b, z. n. SPANUTH, ebd., 462)
In dieser Gegend soll das antike Gades (heute Cadiz) gelegen haben. Gades überflügelte die benachbarte, ehedem sagenhaft reiche Stadt Tartessos, die nach mancher Ansicht Hauptstadt des Phäakenlandes gewesen sei und auch für Atlantis selbst gehalten wird (WENDT, 44f.).