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 Griechische Mythologie
 
 

Ganymedes

(gr., „Erfreuen an der Männlichkeit”; lat. Catamitus) Ein griechischer Prinz und „Schönster der Sterblichen”, Sohn des Königs Tros von Ilion und der Kalirrhoe.

Seiner Schönheit verfallen ließ der Zeus durch seinen Adler den Ganymed entführen; oder der Gott selbst entführt ihn in Gestalt eines Adlers. Er trägt ihn hinweg vom Berg Ida zu sich in den Olympos.
Dort wurde er Mundschenk des Zeus (HOMER, Ilias, 20.234) und wurde zu dessen Geliebten Paderastie.

Der Adler wurde als Sternbild Ganymedes an den Himmel versetzt. Ganymed heißt auch ein Mond des Planeten Jupiter.

Nach WALKER ging durch die Ablösung der Hebe, welche den jungfräulichen Aspekt der Göttin Hera verkörpere, durch den Ganymed die Aufgabe, den Göttern den Nektar der Unsterblichkeit zu reichen vom weiblichen auf das männliche Geschlecht über (Das geheime Wissen der Frauen, 298), was als Ablösung der früheren Mutterreligion auf den patriarchalischen Kult gedeutet werden könne.