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   Griechen - Schauplätze - Athen
 

Areopag

(gr. Areios pagos; lat. Areopagus; „Areshügel” bzw. -bezirk;; „Mordhügel”, „Fluchhügel” oder „Sühnehügel”) Nach diesem Hügel im Westen der Akropolis der Stadt Athen ist der älteste, anfangs aus den höchsten Beamten der Stadt (Archonten) zusammengesetzte Rat der Stadt Areopag genannt, welcher dort seit Abschaffung des Königtums tagte. Später (ab dem 5. Jh. v. Chr.) war hier die Stätte des Blutgerichts.

Der Sage nach heißt der Hügel so, weil hier zuerst über den Gott Ares gerichtet wurde, der den Hallirhotios getötet hatte. (PAUSANIAS, Attica, 5)
Wahrscheinlicher soll jedoch die Bedeutung „Fluchbezirk” sein. (Wörterbuch der Antike, 53)

Auch über den Orestes soll hier Gericht gehalten worden sein. Der habe nach seinem Freispruch der Athene Areia einen Altar geweiht. Weiter berichtet PAUSANIAS, der Angeklagte wie der Ankläger hätten auf je einem rohen Felsbrocken gestanden, deren einen man den Stein des Frevels, den anderen den des Nichtverzeihens nannte. (Attica, 5)

Der Apostel Paulus hielt auf dem Areopag vor griechischen Philosophen eine Rede („Areopagrede”), in welcher er den Athenern vortrug, der in Athen verehrte „unbekannte Gott” sei der von ihm Verkündete. Mit seiner Rede von der Auferstehung der Toten stieß Paulus auf Spott, doch sollen etliche Athener gläubig geworden sein, darunter der Archont (Ratsherr) Dionysius (der später erster Bischof von Athen geworden sein soll und dem als Dionysus Areopagita eine Sammlung neuplatonischer Literatur zugeschrieben wurde), sowie eine Frau namens Damaris. (Apostelgeschichte, 17,16-34)