| Griechische Mythologie - Schauplätze | ||
(gr. Achaioi, lat. Achaei, Achivi) Diese Bezeichnung meint die Griechen insgesamt und war in der mykenischen Periode (1600 bis 1200 v.) üblich. Als eines der ältesten Zeugnisse gilt ein in Boghazköj (Türkei) gefundener hethitischer Text, der vom Streit des Hethiter-Königs und des Königs der Achijava (Ahhijawa) um die Stadt Milatava berichtet.
Bei HOMER ist der Begriff Achaier die Bezeichnung der gegen Troja ziehenden Griechen (daneben verwendet er Danaer). Auch bei OVID wird Achais in diesem Sinne benutzt.
In klassischer Zeit wurde der geographische Begriff Achaia auf zwei Gebiete eingeschränkt, zum einem dem südöstlichen Thessalien, zum anderen der nördlichen Küstengebiete des Peloponnes.
Ein älterer Name für Achaia soll Aigialos sein, nach einer Sage aus Sikyon nach dem König Aigialeus oder nach der Beschaffenheit des Landes (aigis gr. Küste; PAUSANIAS, Achaia, 1,1)
In historischer Zeit bewohnten die zu den Achaiern gezählten Griechen den nördlichen Peloponnes (Landschaft Achaia) und Thessalien.
Der Achaische Bund (gegr. Anfang 4. Jh. v.) unter Führung Spartas wurde später die stärkste Macht Griechenlands, ehe die Römer ihn mit der Eroberung Korinths nach 146 v. endgültig auflösten.
Ab 27 v. wurde Achaia zum Namen einer römischen Provinz mit der Hauptstadt Korinth.