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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Ägäisches Meer

(kurz Ägäis) Das „Griechische Meer”, der Teil des östlichen Mittelmeeres zwischen Griechenland, Kreta und der Küste Kleinasiens. Das Ägäische Meer besitzt innerhalb der stark gegliederten Küste zahlreiche Inseln, die aus dem bis zu 2524 Meter tiefen und 196.000 qkm Fläche bedeckenden Wasser hinausstehen.

Mythischer Namensgeber des Ägäischen Meeres ist Ägeos, ein König von Athen und Vater des Theseus. Weil er seinen Sohn für tot hielt, stürzte er sich in das Meer, das fortan nach dem Unglücklichen benannt wurde.

Die Ägäis wird als „Wiege der Schiffahrt” bezeichnet. Bei meist klarem Wetter lassen sich vielerorts die Nachbarinseln ausmachen, das Meer wirkt einladend und früher waren die Inseln reich mit holzliefernden Bäumen bewaldet, so daß man dem Ausdruck beipflichten möchte.

 

Ägäische Inseln

Einschließlich der kleinen Inseln zählen rund 3.000 Eilande zu den Ägäischen Inseln, hinzu kommen etliche Kleinstinselchen und Felsen; dauerhaft bewohnt sind allerdings nur 140 dieser Inseln.
Mehrere Inselgruppen lassen sich unterscheiden. Vor der großen Insel Euböa, die eng dem Festland anliegt, liegen die Nördlichen Sporaden. Weiter seewärts finden sich die Inseln der nordöstlichen Ägäis (Samothrake, Limnos). Südlich von ihnen, vor der kleinasiatischen Westküste, liegen die Südlichen Sporaden (Kos, Rhodos), die auch Dodekanes genannt werden. Zwischen ihnen und dem Peloponnes liegen die Kykladen (Delos, Mikonos). Nach Westen hin grenzt die Insel Kithara die Ägäis vom Ionischen Meer ab, im Südwesten die große Insel Kreta.

 

Ägäische Kultur

Die Ägäische Kultur umfaßt die einander ähnlichen Kulturen der Minoer (Kreta), der Kykladen und der helladischen Kultur des Festlands, die sich aus einer gemeinsamen Wurzel, eben der ägäischen, entwickelt haben sollen.

 

Als Ägäische Wanderung bezeichnet man die unruhige Zeit des spätbronzezeitlichen 13. und 12. Jh. v., als vom Balkan kommende Völker bzw. die Seevölker die mykenische Kultur Griechenlands zerstörten und Völkerschaften bis Ägypten vordrangen. Im Ergebnis verbrachten diese Unruhen die Dorier und Nordwestgriechen in ihre späteren Siedlungsräume.

Vor ihnen auf den Inseln lebende Völker, beispielsweise die auf den Kykladen siedelnden Karer, wurden nach Kleinasien abgedrängt.