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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Arkadien

(griech. Arkas) Eine Landschaft auf dem Peloponnes, dessen bis 2376 Meter hohes Karstgebirge mit eingelagertem Becken es zu einem rauhen Hochland macht, das ehedem seine Bevölkerung nur bedingt ernähren konnte und viele Arkader dazu zwang, sich im Ausland zu verdingen.

Eine Verbindung zur Küste hat Arkadien nicht (als einzige gr. Landschaft), ringsum ist es von Korinth, Epidauros, Troizen, Hermione, Argolis, Lakonien, Messene, Elis und Achaia umgeben (von Nordosten, im Uhrzeigersinn). Dergestalt ohne jeden Hafen der Seefahrt unkundig sollen die Arkadier auf den Schiffen des Agamemnon mit nach Troja gefahren sein (HOMER, Ilias, 2.602-14).
Der Hauptort Arkadiens ist heute Tripolis.

Die Arkadier wanderten zusammen mit Ioniern und Aiolern zu Beginn des zweiten Jahrtausends v. nach Griechenland ein, von Arkadien aus besiedelte sie Kypros (Zypern). Ende des zweiten Jahrtausends wurden sie von den nachrückenden Doriern in die Gebirgsregionen der Landschaft gedrängt.

Die wildromantische Landschaft wurde schon im Altertum zum Hort einfacher, aber sittenreiner Lebensweise verklärt, hier war der Schauplatz griechischer und römischer „Schäferdichtung” („Bukolische Dichtung”).

Seine besondere Schönheit verdankt Arkadien dem persönlichen Eingreifen des Gottes Zeus.
Nachdem Phaeton mit dem Sonnenwagen katastrophal gescheitert war und weite Teile der Welt versengt worden waren, stellte Jupiter (röm. f. Zeus) selbst Quellen und Bachläufe Arkadiens wieder her und „hieß die verbrannten Wälder wieder grünen”. (OVID, Metamorphosen II, 402-408)

Eigentlicher Gott Arkadiens soll Pan gewesen sein, der hier gebürtig ist und der darum auch den Beinamen Arkadios führt. Stets in der Mittagszeit soll Pan unvermittelt hervorgetreten sein und dann „panischen Schrecken” hervorgerufen haben.
Arkadien war berühmt-berüchtigt für Menschenopfer, die dem Zeus am Berg Lykaon dargebracht worden sein sollen. Den Kult des Zeus soll Lykaon in Arkadien eingeführt haben, der Großvater des Arkas war, nach dem das Land den Namen trägt. Zeus soll in Arkadien aufgewachsen sein, nachdem seine Mutter Rhea ihrem Gatten Kronos statt seiner einen Stein zu verschlucken gegeben hatte.
Die Demeter verehrte man in Arkadien besonders in ihrer düsteren Seite, denn hier hatte sie sich aus Trauer um ihre Tochter verborgen und war vom Pan. In Thelpusa nannte man sie Erinys (vgl. Erinyen), in Phigaleia als Melaina („die Schwarze”). Hier stellte man sie pferdeköpfig dar, Poseidon soll sich ihr hier in Gestalt eines Pferdes genähert haben.
Auch Hermes soll in Arkadien geboren worden sein, er hat davon den Beinamen Arkas. Seine Geburt soll sich auf dem Kyllene, dem höchsten Berg Arkadiens abgespielt haben, weshalb auch Kyllenios häufiger Beiname des Hermes war.

 

Weitere Sammlung:

Stymphalia hieß zu Stymphalos in Arkadien die Göttin Artemis. Über ihrem vergoldeten, sonst aber aus Holz geschnitztem Bild hingen Nachbildungen der stymphalischen Raubvögel.

Arkadion wurde zum Synonym für ein Glücksland. Der Sinspruch et in Arcadia ego findet sich bei SCHILLER als auch „ich war in Arkadien geboren”, vorher als Inschrift auf dem Bild N. POISSONs (1594 bis 1665) von den arkadischen Hirten, das im Zusammenhang mit der geheimnisvollen Kirche von Rennes-la-Châtea Berühmtheit erlangte.

Artemision, Faulebene, Inachos, Lykaion, Mantineia, Phigaleia, Tegea, Thelpusa, Trapezos