| Griechische Mythologie - Schauplätze u. Völker | ||
(gr. Euboia; Ewwia) Eine ägische Insel, mit 3600 qkm zweitgrößte Insel Griechenlands, die in nordsüdlicher Richtung langgestreckt der Ostküste des griechischen Festlandes anliegt. Vom Festland trennt Euböa der Meeresarm Euripos.
Hauptort ist die Hafenstadt Chalkis. Deren Kolonie Kyme (Cumae) gilt als der Ort, über den das Alphabet nach Europa kam. Im Altertum war außerdem Eretria bis ins 6. Jh. v. bedeutend.
Ein anderer Name für Euböa ist Makris, die Lange. Makris hieß auch die Amme, welche die Göttin Hera betreut hatte, als die als kleines Mädchen auf Euböa weilte. (KERÉNYI, 79)
HOMER erwähnt die Einwohner Euböas als Teilnehmer am Feldzug gegen Troja. Diese mutbeseelten Abanter unter Führung des Elephenor, einem von Ares abstammenden Sohn des Chalkodon, stammten aus Chalkis, Eiretria, Histäa, Kerinthos, Dios, Karystos und Styron (Ilias, 2.536-541).
Im Nordwesten der Insel liegt Kap Artemision, wo sich Ruinen eines dorischen Artemis-Tempels befinden.