| Griechische Mythologie - Schauplätze | ||
(oder Faulfeld) Die heute Tsipiana genannte kleine Ebene in Arkadien auf dem Peloponnes, die von den Höhenzügen des Artemision und dessen Ausläufer Alesion umgeben ist.
Ihren Namen hat die Faulebene, weil das von den Berghängen herabrinnende Regenwasser den Boden unbebaubar macht. Das Wasser versickert statt abzufließen und taucht in der Dine wieder auf. Diese Dine ist eine Süßwasserquelle im Meer vor der argivischen Küste. Hier gibt es dicht am Ufer mehrere derartiger Phänomene, wo Süßwasser aus dem Meer aufsteigt. In der Dine opferten die Argiver dem Poseidon aufgezäunte Pferde, die sie hier im Meer versenkten (PAUSANIAS, Arkadien, 7.1-2).
An der Faulebene lagen zu PAUSANIAS’ Zeiten die Trümmer von Nestane, nahebei der Tanzplatz der Maira und ein Heiligtum der Demeter, wo die Leute von Mantineia jährlich ein Fest feierten (ebd., 8.1).
Verläßt man die Faulebene, so gelangt etwas unterhalb zum Brunnen Arne (gr. aren, Widder, pl. arnes). An diesem Brunnen weidete einst die Herde, in welcher Rhea den kleinen Poseidon unter den Widdern versteckte. Ihrem Gatten Kronos, der seine Kinder zu verschlingen pflegte, gab sie statt des Poseidon ein Pferd zu fressen und behauptete, sie habe ein Fohlen geboren, wie sie ihm später auch statt des Zeus einen Stein zu verschlingen gab (PAUSANIAS, Arkadien, 8.1-2).