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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Illyrien

Dieses ist in etwa das Gebiet des heutigen Albanien und des ehemaligen Jugoslawien, vom Ostrand der Alpen bis zum Golf von Valona, von der Adria bis in das Binnenland des Balkan.

Die Griechen bezeichneten alle das an Epirus und Makedonien grenzende Land besiedelten Stämme als Illyrer, obwohl die eigentlich nur ein kleinerer Stamm waren. Diese bildeten keinen einheitlichen Staat, sondern alle Stämme behielten ihre Eigenart und Selbständigkeit. Wichtige von ihnen waren die Molosser, die Chaonen, die Dardaner oder die Ardiäer.

Einer Sage zufolge soll Kadmos, der Gründer Thebens, Illyrien erobert haben.
Seine Tochter Agave hatte in ekstatischem Rausch als Mainade des Dionysos ihren eigenen Sohn Pentheus getötet und war daraufhin nach Illyrien geflohen, wo sie den König Lykotherses heiratete. Auch ihr Vater Kadmos hatte Theben verlassen, als Heerführer der Enchelier führte er erfolgreich gegen Illyrien Krieg. Seine Tochter richtete daraufhin ihren Gatten Lykotherses hin und übergab das Königtum ihrem Vater.

Einer der Söhne dieses Kadmos und seiner Gattin Harmonia hieß Illyrius.

 

Im dritten Jahrhundert erstarkten einige der Stämme derart, daß sie als See- wie Landmacht zur Bedrohung Griechenlands und Makedoniens wurden, 229 errangen die Dardaner einen Sieg über die Makedonier. Im Westen unterlagen in den Illyrischen Kriegen 229/228 u. 221 die Ardiäer unter Teuta den Römern, nachdem es den italischen Handel immer empfindlicher bedrängte. Im Ergebnis errichtete Rom in Illyrien ein Protektorat. Illyrische Piraten veranlaßten Rom 168 zu einem erneuten Angriff, der mit der Aufteilung des Gebietes des Königs Gentius endete. Aber erst 13 vor festigte sich die römische Herrschaft bis an die Donau. Wenig später, 6 nach, kam es in Illyrien zu einem großen Aufstand gegen Rom und die Provinz wurde in Pannonien und Dalmatien geteilt.