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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Ithaka

(neugriech. Ithaki, Ithake, auch Thiaki) Eine 93 qkm große Insel vor der griechischen Westküste, die zu den Ionischen Inseln gehört und deren Besiedlung zum ionischen Griechenland gezählt wird. Landschaftlich bestimmend ist ein bis zu 808 Meter hohes, die Insel als zwei Halbinseln gestaltendes Kalkgebirge, nur vereinzelt finden sich fruchtbare Senken. Der Hauptort ist Ithaka, auch Vathy, mit Naturhafen.


 
Ithaka ist nach HOMER die Heimat des Odysseus, doch soll auf dessen Beschreibung besser die Insel Leukas passen, der Name sei (nach DÖRPFELD, 1927) von Leukas nach Ithaka gewandert.
Auf Ithaka werden jedenfalls Schauplätze des Homerischen Epos gezeigt: Nahe Dexia sollen die Phäaken den Odysseus abgesetzt haben, die Nymphengrotte (Mamarospilia) ist westlich von Vathi zu sehen, nördlich bei Aetos die vorgebliche „Stadt des Odysseus” mit Reste einer Zyklopenmauer, bei Agros die Gärten seines Vaters Laertes.

In einer Bucht von Ithaka soll möglicherweise Phorkys, der „Alte des Meeres”, gewohnt haben (KERÉNYI, 39).

Der Name der Insel deutet auf einen seltenen, vielleicht den eigentlichen Namen des Prometheus, der eigentlich Ithax geheißen haben soll (lt. HESYCHIOS, n. KERÉNYI 1959, 56). Beide, Prometheus und Odysseus, galten als sehr listig und wurden auf alten Abbildungen mit einer spitzen Mütze der Künstler-Handwerker dargestellt, wie sie auch Hermes, Hephaistos und die Kabiren trugen (ebd., S. 56).

 

Ein auf Ithaka lebender Künstler hieß Ithakos.