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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Kalydon

Eine Stadt in der Landschaft Aitolien im Westen Mittelgriechenlands, die bereits von HOMER erwähnt wurde (z. B. Illias, 9.530f.).

Namensgeber der Stadt ist Kalydon, ein Sohn des Aitolus (oder des Ares bzw. des Endymonion) und der Pronoe. Mit der Aeolia, einer Tochter des Amythaon, wurde er Vater der Epikaste und der Protogenia.

In Kalydon waren eine Reihe von Gestalten der griechischen Mythologie beheimatet, so Omeus, Tydeus, Deianeira oder der Sohn von König Oeneus, Meleager, der Held der Jagd auf das ungeheure Schwein.

 

Jean Bodin „Fischart” (16. Jh.) suchte nach Parallelen zu den zu seiner Zeit wohl häufig praktiziertem Bildzauber und stieß dabei auf das antike kalydonische Königshaus: „des Königs auß Calydonien Sohn, Meleager, eben durch solche weiß verbrunnen sey, als die Zauberin Althea den Stipidem Fatalem, oder den Todbringenden Notstock aus Raach verbrennet hat” (nach Biedermann 1998, S. 90).