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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Kea

(Keos, auch Tzia) Die dem griechischen Festland nächste Kykladeninsel liegt gegenüber dem Kap Sounion (westlich Athen) und bedeckt 173 qkm Fläche.

Auf Kea fand man Reste der antiken Akropolis des Hauptortes, der wie die Insel selbst Kea heißt.
Man fand in der Nähe auch einen in den Fels gehauenen Löwen. Ähnliche Löwenstatuen fand man in Amphipolis / Thrakien, Thespiae und Chaeronea / Böotien.

Ehedem hatte hier jeder über siebzigjährige Grieche das ausdrückliche Recht, sich zur Selbsttötung einen Gift- (Schierlings-)becher reichen zu lassen.

Kea ist Geburtsinsel des Dichters Simonides (550 v.), aus Julis auf Kea stammte der Odendichter Bacchylides (458 v.).

 

Der von dem weisen Kentauren Chiron und den Musen erzogene und belehrte Aristaios war von der thessalischen Landschaft Phthia nach Keos übergesiedelt, wo er dem Zeus und dem Sirius, dem Gestirn der Sommerhitze, opferte. Das dankten die Götter mit den Etesien, Passatwinde, die seither alljährlich für vierzig Tage wehen. Aristaios soll hier auch die Bienenzucht und den Bienenkorb erfunden haben, dazu Käsebereitung, die Ölpresse sowie Schlingen zum Fang von Bären und Wölfen (Apollonius Rhodius 2.509, n. KERÉNYI, 113)