Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Korfu


 
(gr. Kerkyra) Die nördlichste und mit 586 qkm größte der Ionischen Inseln vor der Westküste Griechenlands.

Korfu soll die bei HOMER als Scheria bezeichnete Heimat der Phäaken sein, wo Odysseus von der Königstochter Nausikäa und ihren Eltern Alkinoos und Arete freundlich aufgenommen wurde.

Ärchäologische und historische Forschungen ergaben, daß Korfu zunächst von Illyrern bewohnt wurde, ehe 734 v. Korinth mit der Kolonisierung begann. Aus dieser Zeit stammt der Artemistempel außerhalb der Stadt, er gilt als bedeutendstes Zeugnis archaisch-dorischer Baukunst. Hier wurde der erste Giebel nachgewiesen (mit Skulpturen aus dem 6. Jh. v.), der ganze Bau wurde erstmals aus Stein ausgeführt.

229 v. wurde Korfu von den Römern besetzt.

Der Hauptort der Insel heißt wie die Insel selbst Korfu. Schutzpatron der Stadt ist Spiridon, der in der Kirche Ajios Spiridon in einem silbernem Sarkophag ruht. Sehr viel älter ist der aus dem 7. Jh. v. stammende Rundbau des „Grabmals des Menekrates”.

Korfu war geschätztes Reiseziel des deutschen Kaisers Wilhelm II. Von 1907 bis zum Ersten Weltkrieg reiste er mit der kaiserlichen Jacht regelmäßig zu dieser Insel, wo er das Achilleion-Schloss südlich von Korfu-Stadt gekauft hatte. Diesen Prachtbau hatte im 19. Jahrhundert die als Sissi bekannte österreichische Kaiserin Elisabeth errichten lassen.