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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Korinth

Eine antike Stadt auf dem nördlichen Peloponnes, wo sie zwischen dem Golf von Korinth und dem Saronischen Golf die Landenge des Isthmos von Korinth bewacht, dem einzigen Landweg von Attika nach dem Peloponnes. Derart günstig gelegen war Korinth im Altertum nächst Athen die reichste und bedeutendste Handelsstadt Griechenlands. Wohl im 9. Jh. v. wurde sie von einwandernden Doriern gegründet.

Als Namensgeber der Stadt wird ein Korinthos genannt, ein Sohn des Zeus bzw. des Marathon. Zuvor soll Korinth nach Ephyre, einer Tochter des Okeanos, Ephyra geheißen haben (PAUSANIAS, Argolis, I,1).

Dem Isthmos zwischen Ägaischen und Ionische Meer verdankte Korinth die Kontrolle über weite Bereiche des Handels und die Stadt konnte sich gut entwickeln, wichtige Kolonien sind Korfu (Kerkyra, 734 v.), Syrakus (733), Epidamnus (~627), Anaktorion (625), Leukas (625), Ambrakia (625) und Korkyra in Epirus, Potidaia und Apollonia (~600).

Nach STRABON waren es auch Siedler aus Korinth, die zusammen mit Etruskern Rom gründeten.

Die Korinther verehrten (u.a.) den Apollo unter dem Beinamen Zotelistes. Von dem Tempel sind einige Säulen dorischen Stils erhalten geblieben. Die Akropolis von Korinth war die Akrokorinth.

Seit 580 v. (oder 570 v.) wurden die am Isthmos abgehaltenen Isthmischen Spiele panhellenisch, d.h., sie genossen im gesamten von griechen besiedelten Raum hohes Ansehen und während sie gefeiert wurden hatten in ganz Griechenland die Waffen zu ruhen. Bei den ursprünglich zu Ehren des Meergottes Melikertes-Palaimon gegründeten und alle zwei Jahre gefeierten Spielen erhielten die Sieger einen Kranz von wildem Sellerie.

Als Mitglied des Peloponnesischen Bundes drängte Korinth Sparta 431v. in den peloponnesischen Krieg gegen Athen, dessen Macht den Korinthern zu stark wurde. Als Sieger dieser Kriege ging Sparta hervor und 395-386v. ging es darum andersherum, als Korinth mit Athen, Theben und Argos gegen Sparta den Korinthischen Krieg führte.
337v. geriet Korinth unter die Herrschaft der Makedonier. Als deren Macht gebrochen war, wurde Korinth 243v. Mitglied im Achäischen Bund. Der bestand gegen Rom, 146 v. wurde Korinth von den Römern unter Lucius Mummius völlig zerstört und erst hundert Jahre später unter Cäsar als Bürgerkolonie (Laus Iulia Corinthus) neu besiedelt.

50 n. gründete Paulus in Korinth die erste Christengemeinde auf griechischem Boden, Briefe des Paulus an die Korinther sind Bestandteile des Neuen Testaments der Christenheit. Heute ist Korinth orthodoxer Bischofssitz.

267 drangen Germanen in Griechenland ein, 267 eroberten es die Heruler, 397 die Truppen Alarichs.

Ein Erdbeben zerstörte 521 n. weite Teile der Stadt, der oströmische Kaiser Justinian ließ Korinth wieder aufbauen.

Das heutige Korinth wurde nach schweren Erdbeben 1858 und 1928 völlig neu erbaut.

Außer vom erwähnten Apollon-Tempel fand man bei Ausgrabungen Reste des römischen Marktplatzes mit Propyläen aus dem ersten Jahrhundert, Odeion und Theater. In einen Felsblock westlich des Apollon-Tempels sind die fünf Kammern des „Quellhauses der Glauke” gehauen.

 

Dionysius, im zweiten Jahrhundert Bischof von Korinth, gilt als Heiliger.