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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Messenien

(Messenia) Eine im Westen karge, im Osten fruchtbare Landschaft im Südwesten des Peloponnes. Im Norden liegen Elis und das Hochland von Arkadien, im Osten bildét das Taygetos-Gebirge die Grenze zu Lakonien, an der Küste beginnen der Golf von Messene und das offene Ionische Meer.

Das schon früher besonders im Westen dichtbesiedelte Land geriet im „Ersten Messenischen Krieg” (740 bis 720 v. Chr.) unter die Herrschaft Spartas, dem Hauptort Lakoniens. Infolgedessen wanderte ein Teil der Messener nach Sizilien aus, wo die Stadt Messina nach ihnen den Namen trägt. Im „Zweiten Messenischen Krieg” (640 bis 612) erhoben sich die zu Heloten gemachten Messener gegen Sparta, der Aufstand wurde aber ebenso niedergeschlagen wie spätere Versuche im „Dritten Messenischen Krieg” (490 u. 464 bis 455).

Erst 371 gelang die Befreiung von Sparta unter Führung des Thebaners Epaminodas und 369 gründete man am westlichen Abhang des Berges Ithome Messene, das eine der gewaltigsten Festungen Griechenlands wurde. Von diesen Mauern ist sehr viel erhalten.
Den „Messenischen Kriegen” widmete PAUSANIAS in seiner Beschreibung Griechenlands erheblichen Raum (Messene).

Später wurde Messene von den Makedonen beherrscht. Nach dem Tod Alexanders wechselten die Herrscher, ehe Messene Teil des Römischen Reiches wurde.