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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Milos

(neugr. Melos, ital. Milo) Eine etwa 150 qkm große, bis zu gut 750 m aufragende vulkanische, mit vielen schwefelhaltigen Thermalquellen versehene Insel im Südwesten der Kykladen (Ägäis).

Milos war schon im Altertum ein wichtiger Fundort des Minerals Obsidian, weitere Bodenschätze sind Baryt, Schwefel und Schwerspat.

Auf der schon in der Steinzeit (Neolithikum) besiedelten Insel fand man 1820 die berühmte „Venus von Milo”, eine Frauenstatuette mit üppigen Formen.
Man barg das uralte Kunstwerk in der Nähe der Reste eines Tempels des Dionysos.

In geschichtlicher Zeit wurde Milos von den Doriern erobert, der Hauptort Milos galt als Gründung Spartas (HERODOT 8.48).

Im Krieg gegen die Perser wirkten die Milesier (Melier) in den Schlachten bei Salamis und Plataiai (480 v. Chr.) mit.

Im Peloponnesischen Krieg verhielt man sich neutral, wurde aber dennoch 416 v. Chr. von Athen erobert. Die Eroberer gingen dabei mit äußerster Grausamkeit vor: alle Männer wurden getötet, Frauen und Kinder versklavt. Thukydides nahm zu diesem auch für damalige Verhältnisse außerordentlichen Vorfall in seinen Milesischen Dialogen Stellung (5.85 bis 5.113).

Danach gründete Athen auf der Insel eine Kleruchie.