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   Griechenland - Schauplätze
 

Nicäa

(griech. Nikaia, „Sieg”, lat. Nicaea, dt. auch Nizäa) Eine Stadt in der kleinasiatischen Landschaft Bithynien (Phrygien). Antigonos I. (um 382 v. bis 301 v.), seit 333 v. Satrap von Phrygien und einer der Diadochen in der Nachfolge Alexanders, gründete den Ort als Antigoneia. Lysimachos (um 360 v. bis 281 v.) eroberte es 301 v. während der Diadochenkämpfe und benannte es zu Ehren seiner ersten Frau in Nicäa um.
Die günstige Lage an einer Landverbindung nach Asien ließ Nicäa gedeihen, doch stand es stets in Konkurrenz zu Nikomedia.

Nicäa wurde am Reißbrett geplant, der quadratische Grundriß der Stadt galt als vorbildlich. Den römischen Schriftstellern Plinius d. J. und Dio Cocceianus, die beide Sittengemälde der Stadt verfassten, ist reichlich Kunde über das antike Nicäa zu verdanken.

Der Einfall der Goten und Erdbeben machten dem Glanz des Ortes ein Ende, doch wurde Nicäa neuerrichtet und seine Berühmtheit verdankt es heute besonders dem 325 durch Kaiser Konstantin I. dort veranstalteten ersten Konzil der Christenheit, bei dem auf Druck Konstantins das Nicänische Glaubensbekenntnis formuliert wurde, das im Streit um das rechte Bekenntnis die Lehre des Arianus verdammte. Demnach sei von einer Wesensgleichheit (Homousie) Gottes und Jesu Christi auszugehen.

Noch ein weiteres Konzil (das insgesamt siebente) fand 787 in Nicäa statt.

1080 eroberten Seldschuken die Stadt, 1097 wurde es von Kreuzrittern erstürmt. In der Folge, seit Bestand des Lateinischen Kaiserreichs, war es Hauptstadt der Reste des Byzantischen Reichs, bis es 1331 an die Türken fiel.

Heute heißt das ehemalige Nicäa Iznik und ist eine Stadt in der Türkei.