Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Ogygia

Die bei HOMER genannte Insel der Nymphe Kalypso, bei der Odysseus sich lange aufhielt, ehe auf Bitten der Athene Zeus die Kalypso durch den Hermes anwies, den Irrfahrer abreisen zu lassen(, Odyssee 5.5ff.).

Von den modernen griechischen Inseln beansprucht Lipsos von sich, diese von HOMER Ogygia genannte Heimat der Kalypso zu sein, nach anderen ist es Gavdos bei Kreta.

Das Wort ogygie soll die gleiche Bedeutung haben wie okeanos bzw. als Adjektiv „die ozeanische” bedeuten, auch nennt die die Inseln „Nabel des Meeres”. Darum suchte man im offenen Meer jenseits der Straße von Gibraltar nach dieser Insel und identifizierte sie als die Azoren, eine aus dem Wetterbericht bekannte (Azorenhoch) Inselgruppe im Atlantischen Ozean.

„Nabel des Meeres” ist auch insoweit passend für die Azoren, als hier Mittelpunkt verschiedener Wind- und Meeresströmungen (Nördlicher und südlicher Auslauf des Golfstroms) ist (SPANUTH, Die Atlanter, 1998, S. 379).

Von Ogygia brach Odysseus nach dem Land der Phäaken auf, wofür ihm Kalypso eine genaue Anweisung gab, damit er den Weg nicht verfehle (HOMER, Odyssee V.270ff.). SPANUTH, der Atlantis in der südöstlichen Nordsee vermutete, las die Angaben bei HOMER als nautisches Fahrtenbuch stellte fest, ausgehend von den Azoren hätte Odysseus dieser Route folgend nach etwa siebzehn Tagen die Stadt der Phäaken erreicht, die seiner Meinung in der Gegend um die heutige Insel Helgoland gelegen habe und die Hauptstadt von Atlantis gewesen sei (Die Atlanter, 1998, S. 379) Nach anderer Ansicht sind die Azoren dagegen selbst Rest des untergegangenen Atlantis (MUCK, Alles über Atlantis, 1976).