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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Parnassos

(dt. Parnaß) Ein Gebirgsstock in Phokis in Mittelgriechenland von 2460 m Höhe. Auffallend ist er wegen seines doppelten Gipfels.

Im heiligen Pytho am Hang des Parnassos soll Zeus „als Zeichen für künftige Zeiten und Wunder für sterbliche Menschen.” den Stein aufgestellt haben, den die Rhea ihrem Gatten Kronos statt des kleinen Zeus zu schlucken gegeben hatte. Ein Jahr nach der List erbrach Kronos zuerst den Stein und dann die von ihm verschlungenen Kinder (Theogonie, 492-500)

In einem Hochtal am steilem Südhang des Parnassos liegt Delphi, der Wohnort des Gottes Apollon und berühmtestes Orakel. Hier entspringt die den Musen heilige Quelle Kastalia. Apollon stellte der Nymphe Kastalia nach, die sich in einen Brunnen verwandelte.

Apollon gab dem Wasser des Brunnens die Kraft, demjenigen die Gabe der Weissagung zu verleihen, der davon trank.

Am Parnassos landeten Deukalion und Pyrrha, als die große Flut zurückging.

Vom Parnaß stürzte sich Daedalion, ein Sohn des Lucifer. Im Fallen verwandelte ihn Apollo in einen Adler.

Der Parnaß gilt wegen des Bezugs zu den Musen als Berg der Dichtkunst.

Am Hang des Parnassos, an der korykischen Grotte, feierten auch die Anhänger des Dionysos ihre Orgien.