| Griechische Mythologie - Schauplätze | ||
Ein Ort in Arkadien auf dem Peloponnes, der nach dem antiken Reiseschriftsteller PAUSANIAS auf hohem und steilen Gelände errichtet war und nahe der Mündung des Flusses Lymax in die Neda lag (Arkadien, 39f.).
Den Namen hat Phigalia nach der Dryade (Baumnymphe) Phigalia. Es heißt aber auch, Namensgeber Phigalias sei Phigalos gewesen, einer der vielen Söhne des Lykaon (ebd.).
In Phigalia gab es nach der Beschreibung des eine ganze Reihe von Tempeln, darunter ein Heiligtum der Artemis Soteira, Eine Statue des Hermes, dessen Beine in einen viereckigen Block auslaufen und eine Staue des Pankratisten (Ringers) Arrhachion. An einem Massengrab gedachte man der hier als Heroen verehrten Mannschaft der Oresthasier (ebd.).
Als Akratophoros verehrte man zu Phigalia den Dionysos. In seinem Tempel befand sich eine mit Zinnober angestrichene, von Wein und Efeu bekränzte Statue. Der Name bedeutet klarer Wein und ich bringe, so daß er für einen Gott angesehen wird, der ein gutes Gelingen der Weinbereitung gewährleisten sollte. (HEDERICH, Gründl. Myth. Lex., Sp. 48)
Etwas außerhalb der Stadt, an der Mündung des Lymax in die Neda, befand sich das Heiligtum der Eurynome, die man hier für die Artemis hielt. Ihr Bild soll sie halb Frau, halb Fisch dargestellt haben (Arkadien, 41).
Ebenfalls im gebirgigen Umland gab es einen Tempel des Apollon Epikurios, der auch Alexikos genannt wurde, in dessen Nachbarschaft einen Tempel der Aphrodite.
In einer Höhle des Gebirges Elaïon nahe Phigalia verehrte man die Demeter unter ihrem Beinamen Melaina (die Schwarze). Hierhin soll Demeter sich trauernd zurückgezogen haben, nachdem ihre Tochter Persephone entführt worden war und hier habe der Pan sie gefunden. (ebd., 42)