| Griechische Mythologie - Schauplätze | ||
(früher Thera, Thira) Eine Vulkaninsel im östlichen Mittelmeer, südlichste Insel der Kykladen (Ägäis) von rund 86 qkm Größe, deren schwarzer Sand auffällt.
Thira ist nur der Rest eines ehedem gewaltigen Vulkans, der außer Thira auch die kleinen Inseln Thirasia und Aspronisi umfaßte. Als der Mitte des 2. Jt. v. ausbrach, führte das zur Auslöschung der minoischen Kultur auf Kreta. Nach anderen Thesen soll der Ausbruch zum Untergang von Atlantis geführt haben.
Die Insel hat ihren heutigen Namen Santorin von der Heiligen Sankt Irene, die auf der LÍnsel lebte. Der Name soll eine griechische Verballhornung des Namens (Santa Irini) sein. Den hatten Venezianer der Insel gegeben, als sie die Türkenherrschaft beendeten.
Thera wurde einst dorisch kolonisiert (9. Jh.), von hier aus entstand die Kolonie Kyrene (7. Jh. v.).
Noch früher lebende Menschen wurden von Zeitgenossen der minoischen Kultur verdrängt, die selbst um 1450 mit dem Vulkanausbruch unterging. Seit 1967 grub man bei Akrotiri eine vom Vulkansand verschüttete Siedlung aus.
Im Ort Thera befindet sich eine bedeutende Ausgrabungsstätte.
Hier stand zeitweise in Form einer Pinie der einzige Baum der Insel (Polyglott Reiseführer Griechenland, 1960, S. 59).
Ein kleines Heiligtum — der einzig unzerstörte Tempel Griechenlands — steht inmitten der Weingärten. Sie ist heute dem marmornen Nikolaus, Ayios Nikolaos Marmarenios, geweiht.
Die wegen ihres Schwefelgehalts eigenartigen und berühmten Weine Santorinis heißen Santorini, Visanto und Nikteri.
Aus jüngerer Zeit stammt die eiganartige Architektur des Ortes Thera, deren Besichtigung unbedingt lohnt.