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   Griechische Mythologie - Schauplätze
 

Sikyon

(Sikion, Sikionia) Eine griechische Stadt im Norden des Peloponnes, an der Südküste des Golfs von Korinth.

Erster Einwohner des Landes um Sikyon soll Aigaleos gewesen sein, nach dem die Landschaft Ailaios heißt und der auch die Stadt Aialeia gründete (PAUSANIAS, Argolis, 6.6). Sein Nachfolger wurde sein Sohn Europs.
Diese Stadt wurde durch Demetrios (Poliorketes, 337-336 bis 283) verheert und er gründete an Stelle der alten Akropolis das spätere Sikyon, das aber bei einem Erdbeben ebenfalls zugrunde ging. Die Ruinen liegen beim heutigen Dorfe Vasiliko (ebd., 7.1 u. Anm., S. 574).

PAUSANIAS beschreibt die Begräbnissitten der Sikyonier. Bei ihnen war die Erdbestattung üblich, über dem Grab errichteten sie einen säulenbestandenen Sockel. Als Inschrift genügte der Name des Verstorbenen (ebd.).

Es gab hier Heiligtümer der Tyche Akraia, der Aphrodite, des Apollo Karneios, A. Lykaeos, der Artemis Limnaia, der Artemis Patroa und der Artemis Pheraia, des Asklepios, der Athene, des Dionysos, der Dioskuren, des Helios, der Hera, des Herakles, des Hermes Agoraios, des Pan, der Peitho, des isthmischen Poseidon und des Zeus Melichios, es waren noch mehr davon (ebd., 7.2 bis 9.8).

In der Nähe von Sikyon soll sich Mekone befunden habe, wo Prometheus den Opferstier zwischen Menschen und Olympiern aufteilte.

Etwa vierzig Kilometer südlich Sikyon sind in 558 Metern Höhe die Stymphalischen Sümpfe. Hier sollen die menschenfressenden Vögel gehaust haben, die Herakles als seine fünfte Arbeit erlegte.