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| Griechische Mythologie | |
Aus dem unbestimmbaren Urzustand, dem ungeordnetem Chaos, verdichtete sich die Gaya und begann damit, Kinder hervorzubringen. Mit ihr sei der Eros als Prinzip der Liebe entstanden, die fortan Gaia zu ständiger Vermehrung treibt.
Gaia brachte die Unterwelt Tartaros hervor, das Meer Pontos und den Himmel Uranos, die mit ihr jeweils weitere Geschlechter zeugten. Zum Pontos gehören Meergottheiten wie der Nereus, die Gorgonen oder die Harpyien.
Uranos hochzeitete mit Gaia und zeugte mit ihr die Riesen Hekantocheires und die Kyklopen. Um den Zustand zu bewahren, warf Uranos diese Nachkommen in die Gaia zurück, bzw. in deren Sohn Tartaros.
Als drittes Kindergeschlecht gehen aus Uranos und Gaia die Titanen hervor. Die wollte Gaia erhalten und versteckte sie vor Uranos, damit sie den Uranos ablösen können, denn sie war seiner überdrüssig.
Die Nachkommenschaft der Titanen Titäas und Titans gedieh und vermehrte sich, das Geschlecht erfand allerlei Künste.
Gaia gab ihnen eine eherne Sichel, die Titanen stürzten sich auf Uranos und Kronos entmannte ihn.
Kronos herrschte nun im Goldenenem Zeitalter, zeugte Ur-Menschen und wies ihnen Kultur, seine Geschwister aber, die alten Titanen, verbannte er in den Tartaros, ihre Kinder vermehrten sich aber weiter. Von ihnen stammen so bekannte Gruppen wie die Plejaden und allerlei Nymphen.
Seine eigenen Kinder aber fraß er nach väterlichem Vorbild gleich nach der Geburt auf, denn auch er rechnete mit dessem Schicksal. Das allerdings mißfiel seiner Schwester und Gattin Rheia. Als Zeus geboren wurde, gab sie dem Kronos statt seiner den Stein Abadir zum Verschlingen.
Den Zeus versteckte sie, ihn behütete ein anderes altes Geschlecht, die Kureten. Herangewachsen stürzte und entmannte Zeus dann seinerseits den Vater.
Nun teilten Zeus und seine befreiten Brüder die Welt unter sich auf. Poseidon herrschte fortan als Meergott, der Hades als Herr der Unterwelt. Zeus selbst beherrschte mit der Hera und seinen Nachkommen, den Olympiern, den Himmel und beanspruchte für sich die Führerschaft.
Gegen diese Herrschaft erheben sich die Nachkommen der ältesten Titanen. Einer der ihren, Prometheus, betätigte sich als Menschenmacher und Kulturbringer und gerät darüber in Gegensatz zu Zeus.
Wie zuvor sein Vater Kronos und sein Großvater Uranos verbannte Zeus die Gegner in den Tartaros. Er ertränkt auch das titanische Menschengeschlecht, von denen nur Deukalion und Pyrrha entrinnen.
Mit seiner Gattin Hera haderte er und zeugte mit zahlreichen Nachkommen aus anderen Geschlechtern eine Reihe halbgöttliche Kinder, darunter mit der Alkmene den Herakles, ein sterblicher, der später unter die unsterblichen olympischen Götter aufgenommen wird.
Mit den Olympiern tritt eine Änderung in der Götterwelt auf. Die Götter sind nun stark vermenschlicht gedacht und leben höfisches Zeremoniell. Besonders aber bemüht sich Zeus um die Vorherrschaft gegenüber seiner Frau Hera, z.B. indem er die Athene gebiert. Gegen Zeus und seine Anmaßungen streitet die Erde, gegen seine Herrschaft sendet sie aus den auf die Erde gefallenen Blutstropfen des Uranos entstandenen Giganten.
Nur mit Hilfe des sterblichen Herakles gelang es den Olympiern, ihre Herrschaft zu wahren. Er wurde in den Himmel aufgenommen, nachdem der Gegensatz zwischen Zeus und Hera überbrückt war und ist in klassischer griechischer Zeit der vergöttlichte Gatte der Olympierin Hebe.
| Quellen & Literaturhinweise |
| Hesiod Theogonie 1998 Academia Vlg., St. A |
| Homer Illias und Odyssee In der Übersetzung von Johann Heinrich Voß 1990 Insel, Frankfurt/M. |
| Hederich, Benjamin Gründliches mythologisches Lexikon Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. Gebundene Ausgabe, Wissensch. BG., Darmstadt |
| Kerenyi, Karl Die Mythologie der Griechen I. Die Götter- und Menschheitsgeschichten. DTV, München |
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| Kerenyi, Karl Die Mythologie der Griechen II. Die Heroengeschichten. DTV, München |
| Ein Einstieg in den griechischen Sagenkreis und selbst schon ein Klassiker: Schwab, Gustav Sagen des klassischen Altertums. 1974 Ueberreuter, Wien |
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