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 Griechische Mythologie
 
 

Hamadryades

(gr. „zugleich” und „Eiche”) Griechische Nymphen der Eichen oder allgemein der Bäume. Die Hamadryades wohnen in Bäumen, wenn sie nicht Geist dieses Baumes selbst sind. Ihr Dasein ist sehr eng mit dem Leben der von ihnen bewohnten Bäume verwoben.

Hamadryas war Tochter eines Orius. Mit ihrem Bruder Orybus zeugte sie eine Reihe Töchter, denen die verschiedenen Baumarten entsprechen. Genannt sind Karya (Nußbaum), Balanos (Walnuß), Graneum (od. Kraneion, Kornelskirsche, Arlsbeere), Orea (Buche), Aigeiros (Pappelweide), Ptelea (Ulme od. Rüster), Ampelos (Weinstock) und Syke (Feigenbaum). Diese nannte man insgesamt nach ihrer Mutter Hamadryades und dehnte diesen Begriff dann über alle Bäume aus (HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp. 1186).

Sehr ähnlich sind den Hamadryades die Dryades. Diese leben als Waldnymphen unter den Bäumen, während jede Hamadryade in ihrem persönlichen Baum lebt. Sobald dieser Baum stirbt, endet auch das Leben dieser Nymphe, die ihren Baum darum vor Holzfällern zu schützen versucht. Einige Baumfrevler denen Hamadryaden zu Leibe rückten bzw. diese um ihr Leben baten waren Erysichthon, Chrysopelea, Paraebius und Rhoekus der Rhodier (HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp. 1187).

Namentlich bekannte Hamadryades sind Chrysopelea, Atlantea und Phoebe.

Auch die Römer kannten diese Nymphen. Bei ihnen hießen sie Virae querquetulanae (lat. quercetis, „Eichenwälder”).
Bei Rom befand sich auf dem coelischem Berge ein ihnen geweihter Eichenhain nebst einer Sacellum Querquetulanum genannten Kapelle. (HEDERICH, Sp. 1187)