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| Griechische Mythologie | |
(griech. Einklang, auch Hermione) Eine griechische Göttin und Personifikation des Ebenmasses, der Proportion und der Harmonie.
Harmonia ist die Tochter der Kythereia und des Kriegsgottes Ares, ihre Geschwister sind Phobos (Furcht) und Deimos (Schrecken). (HESIOD, Theogonie, 921f.) Kythereia ist nach HESIOD Beiname der Aphrodite. (ebd., 198)
Dabei überraschte sie inflagranti der Gatte der Aphrodite, Hephaistos und die Sonne Helios teilte die Untreue allen mit.
Nach einer anderen Darstellung soll Harmonia Tochter des Zeus und der Elektra gewesen sein. Manche Deutung leitet ihren Namen vom Berge Hermon ab, demnach Harmonia Orientalin wäre, ob nun göttlich oder menschlich.
Als Bruder der Harmonia wird noch der Iasion genannt, in den sich Demeter auf der Hochzeit der Harmonia verliebt hatte.
Gatte der Harmonia als Tochter des Ares wurde Kadmos (Theogonie, 937), der König von Theben. Ihn lernte sie kennen, als der für acht Jahre ihrem Vater diente, weil Kadmos dessen Drachen getötet hatte.
Harmonia heiratete Kadmos und sie wurde Mutter der Ino, der Semele, der Agaue und der Autonoe sowie der Polydoros. (Theogonie, 937)
Als Brautgeschenk erhielt Harmonia von den Göttern besondere Gaben: Athene und Hephaistos schenkten ihr Kleid, das in Laster und Frevel getränkt war und dafür sorgte, daß auch ihre Kinder so würden. Von Aphrodite bekam sie ein von Hephaistos gefertigtes Halsband, das jedem seiner Träger Verderben brachte.
Die Geschenke verfehlten ihre Wirkung nicht, Harmonia und Kadmos verließen unglücklich Theben und verwandelten sich in Illyrien in Schlangen (Ovid, Metamorposen 4.565). Das Halsband blieb weiter eng mit dem Schicksal des thebanischen Königshauses verknüpft.
Quelle soweit nicht gesondert angegeben:
B. HEDERICH, Gründl. mythol. Lexikon, bes. Spn. 1188f.