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 Griechische Mythologie
 
 

Hekatoncheires

Die Hekatoncheires (gr.) oder Centimani (lat.) sind drei Riesen mit hundert Armen und fünfzig Köpfen. Sie, „die man nicht nennen soll”, sind Söhne des Urgötterpaares Gaia und Uranos (HESIOD, Theogonie, 126-153) bzw. dessen Bruder Pontos (bzw. Coelus und Tellus oder Erde und Himmel bzw. Meer).

Die drei Hekatoncheires sind Geschwister der Kyklopen und der Titanen (Theogonie, 133-146).
Ihre Namen sind Kottos, Briareos und Gyges (Gyes).

Von ihrem Vater Uranos wurden sie wie die Kyklopes tief unter die Erde verbannt, wo sie erbärmlich litten. Zeus holte sie auf Anraten der Gaia hervor, um damit sie ihm im Kampf gegen die Titanen beistünden. Man stärkte die Riesen mit Nektar und Ambrosia, der Nahrung der Götter, und siegte´schließlich, verbannte die Titanen in den Tartaros und setzte Gyges, Kottos und Briareos an den Wurzeln des Okeanos als Wächter vor das Tor zu diesem finsteren Verlies. (Theogonie, 617-735 u. 815f.)
(womit sie im Grunde wieder selbst Gefangene wurden)

 

Aegeus / Briareos

Der Briareos hieß so bei den Göttern, die Menschen nannten ihn Aegeus. Über seine Rolle bei dem Kampf der Nachkommen des Titanen Kronos bzw. der Olympier gegen die Titanen bzw. deren Nachkommen gibt es verschiedene Meinungen.

Nach HESIOD erkor ihn der Erderschütterer (Poseidon) zum Schwiegersohn und gab ihm seine Tochter Kymopoleia (die Wellenreiterin) zur Gattin. (Theogonie, 817-819)

Nach anderen war er in der Partei gegen Zeus und wurde von dessen Bruder Poseidon ertränkt oder im Kampf von Zeus per Blitz erschlagen.

 

Gyges

Er heißt auch Gyes oder Gyas. Gyges wurde namentlich vom phönizischen Gog abgeleitet, der Begriff meint einen „Führer der Gottlosen”.

 

Kottus

Die Rolle des Kottus wird dahin gedeutet, daß er eine Urkraft des Windes sei. Als sich die Nachkommen der Titanen unter Führung des Atlas gegen die Olympier erheben und seinen Himmel bewölken, bläst er die Wolken fort.