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| Griechische Mythologie | |
(griech. Erhalter der Stadt) Er ist ältester der fünfzig Söhne des Priamos, dem König von Troja. Seine Mutter ist Hekabe (Hekuba). Wegen seiner außergewöhnlichen Heldentaten galt Hektor als Säule des Vaterlandes, als phrygische Mauer, mit dessen Leben Troja stand und fiel.
Gattin des Hektor war Andromache, sein Sohn war Skamander, der auch Astyanax genannt wird.
HOMER beschreibt ihn in der Ilias als tapfersten Helden der Trojaner, er allein überwand über dreißig griechische Krieger, darunter Protesilaos, Antilochos (HYGIN., Fab. 115), Stichios, Arkesilaos (Ilias, 15.329), Patroklos (ebd., 16.816ff.), Phidippos und Antiphos (DARES, Phryg., 23).
Die Griechen brachte er in Bedrängnis, indem er das Tor zu ihrem Heerlager mit einem gewaltigen Steinwurf aufbrach (Ilias, 12.445ff.) und indem er ihre Flotte in Brand steckte (ebd., 15).
Der Tod ereilte Hektor durch den Achilles. Die Trojaner, auch Hektor, hatten sich hinter die Mauern ihrer Stadt zurückgezogen. Dem Hektor erschien jedoch die Göttin Athene in Gestalt seines Bruders Deiphobos und beredete ihn, sich vor der Stadt dem Feind zu stellen. Hektor griff an, sah sich aber allein dem Achilles gegenüber, dem zudem Athene beistand, so daß Hektor von Achilles tödlich getroffen wurde. Achilles durchbohrte nun die Beine Hektors, zog durch die Löcher Riemen und band ihn hinter seinen Wagen und schleifte den Leichnam hinter sich her (Ilias, 22).
Betrübt über den Verlust seines Sohnes begab sich Priamos mit den Kindern des Hektor und der Andromache zum griechischen Lager und bat den Nestor um Herausgabe des Leichnams. Dabei ertrug er den Spott des Odysseus, erreichte aber endlich von Achilles, daß der ihm im Tausch gegen das von Priamos mitgebrachte Gold und Silber die sterblichen Überreste des Hektor übergab. Mit der Schilderung des Begräbnisses endet die Ilias des HOMER.
Quellen: HYGINUS und DARES sind nach HEDERICH zitiert (Gründl. mythol. Lex., Spn. 1208-1213), übrige wie angegeben.