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| Griechische Mythologie | |
(aus Hermes und Aphrodite) In der griechischen Mythologie eine zwittrige (androgyne) Gottheit mit sowohl männlichen wie weiblichen Geschlechtsmerkmalen.
Hermaphroditos, ein anderer Name ist Atlantius, entsprang einer Verbindung der Aphrodite mit dem Hermes.
Zunächst war er rein männlich und die Quellnymphe Salmakis verliebte sich in ihn, stieß aber auf mangelndes Interesse. Als Hermaphroditos in ihrer Quelle badete, verband sie sich mit ihm für immer zu einem einzigen zweigeschlechtlichen Wesen (OVID, Metamorphosen IV).
Die Quelle, in der diese Verwandlung stattfand, macht alle, die darin baden, zu einem Hermaphroditen.
Auf Zypern, von wo der Kult des Hermaphroditos gekommen sein soll, wurde Aphrodite selbst mit Bart dargestellt, vielleicht ein Hinweis auf eine ältere Mutterreligion. Seit dem vierten Jahrhundert v. ist der Kult auch für Athen verbürgt.
Nach Überlieferung des THEOPHRAST (372 - 287 v.), bei dem sich die erste Erwähnung androgyner Gottheiten außerhalb des Orients findet, wurden in Griechenland im Innern des Hauses Standbilder des Hermaphroditos aufgestellt, die man am jeweils vierten und siebenten Tag des Monats mit Kränzen schmückte. Der vierte Tag war dem Hermes und der Aphrodite heilig und galt als besondsers günstiger Tag für die Liebe (DÖBLER, 74), also der Vereinigung der sonst getrennten Geschlechter.
In der Alchimie ist der Hermaphrodit eine häufig verwendete allegorische Umschreibung der Vereinigung von Gegensätzen. Ein anderer, richtigerer Ausdruck dafür ist Androgyn. (BIEDERMANN, 202)
Hermaphroditismus ist durchaus kein ausschließlich in der Mythologie anzutreffendes Phänomen, Zwitter kommen bei Tieren und auch beim Menschen recht häufig vor - etwa eine auf zweitausend Geburten soll weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich sein. Weitergehende Informationen finden sich unter http://www.postgender.de/.