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| Griechische Mythologie | |
Hermes - Übersicht |
Die Figur des Hermes war im gesamten indo-europäischen Raum bekannt. Hermes entspricht dem römischen Merkur und erinnert - auch namentlich - an den nordischen Hermodur.
Er soll bei den Sachsen der phallische Teil der Weltesche Irminsul am Mutterberg Heresburg gewesen sein. In der Weltensäule wird hierbei die Vereinigung des männlichen Himmels mit der weiblichen Erde gesehen, was der Mittlertätigkeit des Gottes entspreche.
Auch dem ägyptischen Totengott Anubis sowie dem Thoth wurde er gleichgesetzt.
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Er wird auch mit der Schildkröte gezeigt, auch mit Widder. Sofern Hermes bärtig dargestellt wird, ist dieser Bart spitzig und nach vorne gekrümmt. Man sieht ihn auch mit Sichel, mit Pfeife und Degen oder als Hirte mit Rind. Der Hut wird auch halb schwarz, halb weiß dargestellt, manchmal trägt er auch den Panzer der Schildkröte als Helm auf seinem Haupt.
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Es gibt noch mancherlei andere Darstellungen, mit Hund, mit dem Argos, Händlern und weiterem.
Zeichen des Hermes oder Mercurius ist der Kreis mit Kreuz und Mondsichel.
Im Tarot wird Hermes auf der Karte des Magiers dargestellt.
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Bei den Griechen war Arkadien Schwerpunkt seiner Verehrung, da hier Ort seiner Geburt und Jugend gewesen sein soll.
Ein Fest zu seinen Ehren feierten in Rom jeweils am 15. Mai die Kaufleute. Dabei besprengten sich diese gegenseitig mit Wasser, die sich damit von den Meineiden zu reinigen vermeynten, die sie in ihrem Handel und Wandel bis dahin begangen hatten. (HEDERICH, Grdl. myth. Lex., Sp.1598, der sich hier auf OVID, Fast. vf. 671 bezieht)
Ihm heilige Tiere sind Ibis, Larus (ein Vogel), Spirus (ein Vogel), Boar (ein Fisch). An Pflanzen sind ihm Fünffingerkraut, Portulak und Feigenbaum geweiht.
An zahllosen Wegen, besonders Gabelungen, standen die Hermen oder Statuis Mercurialibus, dem Hermes geweihte Wegsäulen, an denen der antike Reisende, wenn er sie passierte, einen Stein auf einen Haufen an jener Stelle warf, darauf trauend, der Gott werde ihn auf seinen Wegen sicheres Geleit gewähren.
Mit seinem Zauber- und Heroldsstab (Caduceum) konnte er nicht allein einschläfern (z.B. den Argus, OVID, Metamorphosen, I,671 u. 714f.), sondern auch alles in Gold verwandeln. Diese Gaben machten ihn als hermetischen Hermes Trismegistos zum Schutzpatron der Alchimisten.
Kreuzwege versah man mit Hermen, kurze Steinsäulen, mit dem Kopf des Hermes, die insgesamt einen Phallus darstellen sollen.
Der vierte Tag war dem Hermes und der Aphrodite heilig und galt als besonders günstiger Tag für die Liebe (DÖBLER (1971), S. 74).
Hermes wußte auch um das Geheimnis der Geburt und konnte so den jungen Dionysos in den Oberschenkel des Zeus einnähen, wo der ihn austrug. Im doppelgeschlechtlichen Hermaphroditen, ein Abkömmling seiner Verbindung mit der Aphrodite, ist die Verbundenheit der Geschlechter symbolisiert.
Von Hermes leitet sich auch der Begriff Hermeneutik her, die philosophische Kunst der Auslegung und Übertragung fremder Inhalte in das eigene Anschauungssystem und das Verstehen des fremden Gedankenguts.
Siehe auch Hermes Trismegistos.
| Quellen & Literaturhinweis |
| Die obige Darstellung folgt überwiegend (Stichwort Mercurius): Hederich, Benjamin Gründliches Mythologisches Lexikon Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. 1996, Wissensch. BG., Darmstadt |