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 Griechisches Altertum
 
 

Herostratos

Diese Gestalt der griechischen Antike ging als Brandstifter in die Geschichte ein, weil er im Jahre 356 v. in Ephesos den Tempel der Artemis in Brand gesetzt hatte — der Überlieferung nach genau in jener Nacht, in der Alexander d. Gr. geboren wurde.

Im Gefängnis gestand Herostratos, er habe das Verbrechen begonnen, um berühmt zu werden, da er sein unbeachtetes Leben in der Masse satt hatte.

Nach seiner Hinrichtung beschlossen die Epheser, das Aussprechen des Namens des Herostratos unter Strafe zu stellen, damit sein Andenken aus der Geschichte ausgelöscht werde.

Das gelang nur bedingt, denn sehr viel später soll der junge Hermann Steinschneider das Manuskript eines Dramas über Herostratos gesehen haben, das dem Jungen sehr fasziniert hätte - dieser Steinschneider wurde später als der Hellseher Erik Jan Hanussen berühmt, der mit dem Reichstagsbrand in Verbindung gebracht wurde, da er den Holländer Marius van der Lubbe zu jener Tat inspiriert habe von CZIFFRA, Hanussen. Hellseher des Teufels (1980), S. 26f.).

Ähnliche Taten verblendeter Irrer, bei denen aus Geltungssucht bedeutende Kulturgüter zerstört werden gibt es immer wieder und man bezeichnet derartiges Verhalten als Herostratentum.