Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Griechen - Literatur
 
 

Hesiod

(griech. Hesiodos) Ein griechischer Epiker, der um das Jahr 700 vor geboren wurde und einem Bauerngeschlecht aus Askra in Böotien entstammte.

Sein bekanntestes Werk ist die „Theogonie”, eine Beschreibung der Urzeit mit der Entstehung der Welt und der Götter, beginnend mit Urmutter Gaia, die den Uranos gebiert, der von Kronos gestürzt wird und der seinerseits von Zeus. Den Griechen gilt Hesiod mit Homer als dichterischer Schöpfer ihrer Götterwelt, doch stehen seine Aussagen in vielem im Gegensatz zum homerischen Epos.

In seinem Lehrgedicht „Werke und Tage” ruft er zu redlicher Arbeit und Gerechtigkeit auf, es ist dies eine Anleitung zu bäuerlicher Tätigkeit und Lebensweise. Hierin gibt Hesiod auch eine Abfolge der Weltzeitalter an. Der vollkommenen Ordung des goldenen Zeitalters folgte demnach ein silbernes und ein erzenes. Dem schließt sich ein Zeitalter der Halbgötter (Heroen) an, bis im fünften Weltalter das eiserne Geschlecht die Erde bevölkert, dem Hesiod selbst angehörte.

Hesiod war der erste Grieche, der mit Nennung seines Namens als Dichterpersönlichkeit hervortrat. Er selbst wollte die Dichtkunst von den Musen an dem ihnen geweihten Berg Helikon in Böotien erlernt haben. Solch musische Begabung beanspruchte für sich auch der Dichter Pindar.
Bereits im fünften Jahrhundert war bei den Alten umstritten, wer der ältere Dichter sei, Hesiod oder Homer.

Seinen Tod soll Hesiod gefunden haben, indem er bei Nemea erschlagen wurde. Hier stand in einem dem Zeus und der Hera geweihten Hain ein von Lysippus gefertigtes Götterstandbild.

Nach PAUSANIAS gelangten die Gebeine des Hesiod von dem naupaktischen Land nach Orchomenos, weil das Orakel solches den Orchomeniern zur Überwindung einer Seuche geraten habe. (Böotien, 38). PAUSANIAS zeigt sich zudem verwundert, warum man am Helikon auf einem Standbild den Hesiod mit einer Kithara darstellte. Dieses Instrument sei für Hesiod gar nicht, wo er doch selbst zu einem Lorbeerzweig gesungen habe (ebd., 30), wie bei ihm selbst zu lesen ist. (Theogonie, 30)

 

Werke

Hesiod: Werke und Tage. Griechisch / Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Otto Schönberger. Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2004. ISBN: 3150094453

Hesiod: Theogonie. Griechisch / Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Otto Schönberger. Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2002. ISBN: 3150097630