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| Griechische Mythologie | |
(griech. Herd) In der griechischen Mythologie eine der zwölf olympischen Gottheiten. Sie ist eine Tochter von Kronos und Rheia. Ihre Geschwister sind Demeter, Hades, Poseidon, Zeus und Hera.
Der Schutzgöttin des häuslichen Friedens und Beistand aller Schutzflehenden wurde täglich im Familienherd etwas von der Mahlzeit geopfert.
Denn sie ist die ewig jungfräuliche Göttin des Herdfeuers: Als es noch kein Feuerzeug gab, war die Erhaltung des Herdfeuers eine ungemein wichtige Aufgabe. Das Feuer, obwohl ständig benutzt blieb erhalten, daher ewig jungfräulich.
Die mensa war der kreisrunde Kalendertisch der Hestia, in dessen Mitte das Bildnis der Göttin stand. Der griechische Weise Platon erwähnt in seinem Symposion den runden Tisch, der für Mutter Erde stehe, die Menschen nährt, rund und fest wie die Erde ist und darum sehr passend Hestia genannt wurde. Dieser Tisch könnte als Vorbild für die vom Zauberer Merlin gefertigte Tafelrunde der keltischen Sagen um König Artus sein (WALKER, 715).
Die Hestia entspricht der römischen Vesta.
Im Kreis der Olympier wird Hestia später auch von Dionysos ersetzt, nachdem dessen Kult seinen Siegeszug angetreten hatte.