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| Griechische Mythologie | |
Auch als Lernaea hydra oder Lernäische Schlange bekannt ist die Hydra (gr. Wasserschlange), ein siebenköpfiges Ungeheuer, dessen Giftatem alles vernichtete. Sie trieb im argolischen See bei Lerna ihr Unwesen.
Sie ist eine Tochter der Echidna und des Typhaon, ihre Geschwister waren der Hund Orthos, der Höllenhund Kerberos und die Schlange des Erdinnern, welche die goldenen Äpfel hütet. Sie selbst wurde von der Hera in unstillbarem Groll auf den starken Herakles aufgezogen, wurde aber von dem Helden bezwungen. (HESIOD, Theogonie, 306-336)
Vor ihrem Tod wurde Hydra aber noch Mutter der Chimaira, welche wiederum die Sphinx Phix und den Nemäischen Löwen gebar. (Theogonie, 319-329)
Als Eltern der Hydra werden auch die Styx, eine Tochter des Erebos und der Nyx sowie ein sonst unbekannter Piras genannt.
Die zweite Aufgabe des Herakles war es, dieses Ungeheuer zu vernichten, was allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit sich brachte. Denn immer, wenn ihr ein Kopf abgeschlagen wurde, wuchsen an der Stelle zwei neue nach. Daher heißt sie auch Excetra (von lat. excrescendo, auswachsen). Erst als Herakles Gefährte Iolaos die Stümpfe mit einem brennenden Holzscheit die Wunden ausglühte, fand die Hydra ihr Ende. Erschwerend kam hinzu, daß mit ihr ein gewaltiger Krebs, der Cancer, aus dem See auftauchte, der den Herakles empfindlich mit den Scheren knippte und daher zuerst erschlagen werden mußte.
Weil einer der Köpfe der Hydra unsterblich war, vergrub Herakles diesen tief in der Erde und sicherte das Loch zusätzlich mit schwerem Geröll. In die Wunden der Schlange, bzw. ihre Galle, tunkte er seine Pfeile, deren Spitzen dadurch tödlich giftig waren.
Seitdem leuchten Hydra und Cancer als Sternbilder vom Himmel.
Ein regelmäßiger Bewohner ruhiger Gewässer ist ein kleiner Polyp, den die Biologie nach der Hydra getauft hat. Das Tier vermag sich beliebig zu teilen, mit ihren Fangarmen greift sie nach Wasserflöhen und anderem Kleingetier, die sie mit Giftkapseln nesselt.