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| Griechische Mythologie | |
(lat. Hyllus) Er ist der älteste Sohn des Herakles und der Deianara, den die Amme Abia aufgezogen hatte. Nach dem Tode seines Vaters wurde er nach dessen Anordnung Gatte von seines Vaters späterer Gemahlin Iole.
Weil der Widersacher ihres Vaters, Eurystheus, auch dessen Nachkommen nach dem Leben trachtete, flohen sie zunächst nach Trachine, dann nach Athen. Beim Versuch, zurück auf den Peloppones zu gehen, kam es zum Kampf, bei denen zwar Hyllos und seine Geschwister unterlagen, Hyllos aber den Eurystheos tötete.
Er und die Seinen befragten das Orakel von Delphi nach einem günstigen Zeitpunkt für die Rückkehr und erhielten den Spruch nach der dritten Frucht zur Antwort. Nach drei Jahren rückten sie erneut auf dem Pelloponnes ein. Dabei verlor aber Hyllus sein Leben, weil das Orakel drei Generationen, nicht drei Ernten bzw. drei Jahre meinte. Erst als seine Nachkommen, die Herakliden, nach 100 Jahren wiederkamen (etwa 3 x 33 J.), gelang der Einmarsch
Bevor Hyllos starb - im Zweikampf gegen den Echemos - , konnte er noch einige Kinder zeugen, die Evaechme und den Kleodäus.
Es heißt, Hyllos habe auf dem Kopf ein kleines Horn getragen. Sein Überwinder, Epopeus von Sicyon, schöpfte damit aus der Styx Wasser.
Oder Hyllos wurde von Herakles auf der heiligen Insel Elektris mit der Melite gezeugt (APOLLONIOS, Argonautika IV, 538f., zit. n. SPANUTH, Die Atlanter, 295). Diese Melite (oder Melita) war Tochter des Phäaken Aegaeus. Dieser Hyllos wollte später nicht dem Nausithoos untertan sein und ließ sich darum mit einigen Phäakern auf einer Insel des kronischen Meeres nieder. Ihn töteten die Mentoren, weil Hyllos denen nicht seine Rinder überlassen wollte (n. HEDERICH, 1996, Sp. 1306)
Noch ein weiterer Hyllus ist ein Fluß in Lydien, der als Sohn der Erde gilt (PAUSANIAS, Attika c. 35, p. 67, zit. n. HEDERICH, Sp. 1306).