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 Griechische Mythologie
 
 

Io

In der griechischen Mythologie eine Heroine und Priesterin der Hera, in früher Zeit eine Mondgöttin, die man sich gehörnt vorstellte.

Sie ist die Tochter des Flußgottes Inachos.

Zeus verliebte sich in sie, und verwandelte sie in eine Kuh, um sich in Gestalt eines Stiers mit ihr zu paaren. Hera, seine eifersüchtige Gattin, suchte das zu verhindern und sandte als Wächter der Io den vieläugigen Riesen Argos.

Hermes schläferte den mit Flötenspiel ein, so daß der Riese seine „Argusaugen” schloß und der Gott ihn töten konnte. Nun war die Kuh Io schutzlos, aber Hera sandte ihr eine Bremse. Der Stich des lästigen Insekts jagte Io in wilder Flucht davon. Um sich von dem plagenden Insekt zu befreien, sprang sie in den Bosporus, der daher seinen Namen („Fuhrt der Kuh”) trägt.

Nach OVID war es die von Hera gesandte Rachegöttin Erinyn, die Io verfolgte (Metamorphosen II,527).

Unterwegs auf weiterer Flucht begegnete sie dem Prometheus, der am Kaukasus gefesselt war, und klagte ihm ihr Leid (AISCHYLOS, Gefesselter Prometheus). Sie eilte weiter bis nach Ägypten, wo die Stelle, wo sie am Nilufer stand, Bubasis genannt wurde.

Hier sandte die Kuh Io einen klagenden Stoßseufzer zum Himmel. Das barmte Zeus so sehr, daß er seiner Gattin bei der Styx versprach, niemals mehr solle ihr die Io Verdruß bereiten, was die Götterkönigin besänftigte. Io verwandelte sich zurück in menschliche Gestalt und konnte den Epaphos gebären, jenen, der später den Phäton zu seiner verhängnisvollen Fahrt mit dem Sonnenwagen reizen sollte (OVID, Metamorphosen I,727-761).

In Ägypten soll Io dann als Isis verehrt worden sein.