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 Griechische Mythologie
 
 

Lykus

Mit diesem Namen, lat. Lycus, gibt es recht viele:

 

Der Titan Prometheus zeugte mit der Nymphe Celaeno den Lykus als eines ihrer beiden gemeinsamen Kinder.

 

Der Gott Poseidon zeugte mit einer anderen Celaeno, der Tochter des Titanen Atlas, einen Lykus. Den sandte er später zu den „glücklichen Inseln” (Elysion). Weil Lykus einen Anschlag auf Megaira, die Gattin des Herakles, und dessen Kinder plante, brachte ihn Herakles zu Tode.

 

Ein weiterer ist einer der Kentauren. Dieser Lykus fand auf der Hochzeit des Pirithous durch den Gastgeber selbst den Tod.

 

Ein Lykus war Vater der Itone, die als Gattin des Minos Mutter des Lykastus wurde.

 

Ein gelegentlicher Begleiter des Herakles hieß auch Lykus. Er zog mit jenem zu den Amazonen, tötete Amykos und Mygdon und übernahm deren Herrschaft über Bebrycien. Seinem Gönner zu Ehren gründete er eine der vielen Heraklea genannten Städte.
Er soll entweder Sohn des Deiphilos oder des Dascylos gewesen sein. Der habe Herakles einmal freundlich aufgenommen, womit sich die freundliche Gesinnung des Helden erklärt.

 

Als Namensgeber Lykiens gilt Lykos, ein Sohn des Pandion. Er führte die Lykomeden ein, Sänger beim Gottesdienst und förderte besonders den Kult der großen Göttinnen, besonders der Demeter.

 

Ein Lykus war Herrscher über Theben. Er war Sohn des Chtonius, einem der Sparten, die des Kadmos' Drachensaat entstammten und die Thebens ersten Adel bildeten.

Eigentlich hatte Laios die Herrschaft inne, doch entriß Lykus dem noch Minderjährigen den Thron.
Als der Bruder des Lykus, Nykteus, durch den benachbarten König Epopeus von Sikyon zu Tode kam und überdies dessen Tochter Antiope dorthin geflohen war, rüstete Lykus ein Heer und eroberte Sikyon.
Die Söhne des geschlagenen und getöteten Epopeus und der Antiope, Amphion und Zethos, sammelten daraufhin ihrerseits ein Heer und stürzten Lykus im zwanzigsten Jahr seiner Herrschaft.

 

Die Argonauten wurden vom König der Mariandyner freundlich aufgenommen. Dieser hieß Lykus und war Sohn des Dascylus und ein Enkel des Tantalos.

 

Ein Lykus war Sohn des Ares und ein König in Afrika. Wer immer fremd in sein Land kam, wurde dem Ares geopfert. Einzig Diomedes entkam, weil er, aus dem Krieg gegen Troja heimkehrend ins Land des Lykus kommend, die Liebe von dessen Tochter Kalliroe errang (die er dennoch später sitzen ließ).

 

Lykus hieß auch einer der fünfzig Söhne des Ägyptus, die von den Danaiden, den fünfzig Töchtern des Danaus in der Hochzeitsnacht getötet wurden.

 

Lykus hieß einer der Telchinen. In Lykien am Xanthos erbaute er dem Apollo einen Tempel.

 
 
Quellen & Literaturhinweise
Gesammelt bes. nach:
 
Hederich, Benjamin
Gründliches Mythologisches Lexikon
Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen.
1996, Wissensch. BG., Darmstadt