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 Griechische Mythologie
 
 

Mänaden

(gr. Mainades, „die Rasenden”, auch Bakchai, Bakchen). Die Mainades sind die Anhängerinnen des Dionysoskultes, dem Mythos nach Frauen, die mit Dionysos von Phrygien nach Thrakien und Griechenland zogen. Als Gefolge des Dionysos sind sie mit Tierhäuten und Efeukranz sowie dem Thyrsos, den Stab, aus dem Weinblätter wachsen.

Die Mänaden bzw. ihr Name stammen aus den Bergen von Maenalus. In dieser Gegend lebte auch der Pan.

Tanzend nach wildem Dithyrambos folgen sie dem Gott und rufen „Eueu”. In Ekstase ergriffen die Mänaden Tiere, die sie in Stücke rissen und roh verschlangen. Auch Menschen fielen ihnen zum Opfer, sogar enge Verwandte. So endete Pentheus, der König von Theben, in den Fängen der eigenen Mutter. Das berichtet Euripides in seiner Tragödie „Die Bakchen”. Ein anderes bekanntes Opfer ist der Orpheus.

Der Name Bakchen oder auch Bacchantin rührt vom zweiten Namen des Dionysos her, der auch als Bacchus bekannt ist. Das Zerreissen von Tieren in kleine Stücke erinnert an das Schicksal des jungen Dionysos. Ein anderer zerstückelter Gott ist Osiris, den der Anubis zusammensucht.
Auch in der Bibel findet sich dieses Motiv. In Richter 19,22ff ist zu lesen, wie eines ungenannten Mannes Begleiterin in Gibea vom Angehörigen des Stamm Benjamin geschändet und zu Tode gebracht wird. „Als er nun heimkahm, nahm er ein Messer und faßte sein Kebsweib und zerstückte sie mit Gebein und mit allem in zwölf Stücke und sandte sie in alle Grenzen Israels” (Richter 19,29).