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 Griechische Mythologie
 
 

Melampus

Ein Sohn des Amythaon und der Eidomene.
Als Kind leckten ihm Schlangen die Ohren, wodurch er die Gabe erhielt, die Sprache der Tiere zu verstehen.
So erfuhr Melampus von einem Falken den Grund für die Kinderlosigkeit des Iphiklos und konnte ihn deshalb heilen.

Melampus behandelte auch die Töchter des Königs Proitos von Tiryns, welche sich dem Kult des Dionysos verweigert hatten und darum rasend geworden waren. Melampus versprach ihre Heilung, forderte dafür aber ein Drittel des väterlichen Königreiches. Dieser lehnte ab, woraufhin seine Töchter es noch ärger trieben, so daß Proitos endlich doch auf die Forderung einging, dem Melampus nun aber gleich zwei Drittel seines Landes übereignen mußte. (n. KERÉNYI, 205)

Melampus wurde zum Stammvater eines ganzen Geschlechts von Sehern, den Melampoditen.

 

Auch einer der zahlreichen Hunde des Aktaeon hieß Melampus. Die zerrissen ihren Herrn, als der in einen Hirsch verwandelt war.