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 Griechische Mythologie
 
 

Melanthos

(lat. Melanthus, auch Melanthius) Dieser Messenier war als Sohn des Neleos und der Periklymene Angehöriger des Herrschergeschlechts der Eliden, das in Pylos und Messene regierte, aber von den Herakliden vertrieben worden war.

Man floh nach Athen, wo man gütige Aufnahme fand. In dieser Zeit stritt Athen gegen die Böotier (wegen Celaenae oder Oneoe) und es drohte offene Schlacht. Diese zu vermeiden schlug Xanthos, der König Böotiens, vor, der Athenerkönig Thymötes solle mit ihm einen Zweikampf ausfechten.
Thymötes verweigerte den Kampf und übertrug sein Königtum demjenigen, der an seiner Stelle antreten wolle. Die Gelegenheit ergriff Melanthos, der mit List den Xanthos überwinden konnte.

Als man nämlich gegeneinander angetreten war, meinte Melanthos zu seinem Gegenüber, er handele regelwidrig, wenn er in Begleitung antrete, denn hinter ihm stehe eine in ein schwarzes Ziegenfell gehüllte Gestalt. Xanthos wandte sich um und Melanthos erstach ihn hinterrücks. Bei dieser Hinterhältigkeit soll Dionysos behilflich gewesen sein, der hinter Xanthos erschienen sei.

Melanthos hatte nun jedenfalls die Königswürde in Athen inne und Dionysos wurde eingedenk der Erscheinung Melanaegis genannt und ihm ein Tempel errichtet; zum Andenken seiner Hilfe wurden ihm zu Ehren die Apaturien (Festspiele) eingeführt.
Melanthos ist Vater des Kodros.