Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Griechische Mythologie
 
 

Meleager

(Meleagros) Er ist der Sohn der Althäa und des Königs Oeneus von Kalydon in Aitolien. Andere nennen als Vater den Kriegsgott Ares. Seine Geschwister sind Toxeus, Thyrcus, Klymenus, Deaineira, Eurimedea, Melanippe und Gorge.

Sieben Tage nach seiner Geburt erscheinen die Schicksalsfrauen Moira. Klotho phrophezeite ihm Großmut, Lachesis Tapferkeit und Atropos sagte, Meleager hätte so lange zu leben, als das Holz im Ofen des Zimmers brenne. Seine Mutter nahm gleich den Brand aus dem Feuer und schloß ihn sorgfältig weg.

Der Spruch der Moiren sollte sich erfüllen und Meleager wurde ein tüchtiger Held. So fuhr er bereits in jungen Jahren in Begleitung des Laokoon als einer der Argonauten nach Kolchis. Bei den Leichenspielen des Akastus erwarb er sich im Wettkampf den Preis für das Werfen des Wurfspießes.

Zurück in der Heimat rief er die Helden nach Kalydon, wo ein riesiges Schwein sein Unwesen trieb. Meleager gelang es, dieses Kalydonische Schwein zu erlegen. Ihm gebürte die Trophäe und er erhielt Haut und Kopf des Borstenviehs. Die schenkte er großmütig der Atalanta, weil sie die erste war, die das Untier verletzt hatte. Das Geschenk mißfiel den Onkeln des Meleager, Ideus, Lynkeus und Plerippus, die der Atalanta die Haut wieder abnahmen. Das ahndete Meleager, indem er die drei tötete, nachdem die eine freiwillige Rückgabe verweigert hatten.

Nach anderer Darstellung kam es deswegen zum Krieg der Kureten gegen die Ätolier, in dessen Verlauf Meleager mehrere Verwandte seiner Mutter tötete.

Als seine Mutter Althäa hörte, daß ihr Sohn ihre Brüder getötet hatte, warf sie das nach seiner Geburt gerettete Holz ins Feuer (bzw. sie verfluchte ihn oder sie verbrannte eine ihn darstellende Wachspuppe) und Meleager stirbt. Ihn beklagten seine Geschister so sehr, daß die Göttin Diana (griech. Artemis) sie mitleidig in Vögel verwandelte.

Zu Lebzeiten war Meleager mit der Kleopatra verheiratet, einer Tochter des Idas und der Marpessa. Mit ihr zeugte er eine Tochter, Polydora. Nach seinem Hinscheiden tötete sich seine Mutter aus Gram über ihre Tat, indem sie sich erhing bzw. erstach. Auch seine Gattin Kleopatra ging von eigener Hand in den Tod, sie nahm sich den Strick. Das Schicksal von Mutter und Großmutter sollte später auch die Tochter Polydora teilen.