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 Griechische Mythologie
 
 

Moirai

(griech. „Anteil”, „Los”, „Schicksal”; lat. Moera, dt. Moiren) In der griechischen Mythologie eine Dreiergruppe von Schicksalsgöttinnen. Sie sind drei alte Frauen, Klotho („die Spinnerin”) mit der Spindel, die den Lebensfaden spinnt, Lachesis („die Zuteilerin”) mit der Schriftrolle, die das Lebenslos zuteilt und Atropos (oder Aztopod, „die Unabwendbare”) mit der Schere, die den Lebensfaden durchschneidet.

Bei HESIOD sind die Moiren Kinder der Nacht Nyx (Theogonie, 217), Klotho, Lachesis und Atropus gelten ihm aber ebenso als Töchter des Zeus und der Themis. (Theogonie, 901-906)

Nicht immer treten die Moirai als Dreiergruppe auf. HOMER nennt überwiegend nur eine Moira als das unabwendbare Geschick, Ein altes Vasenbild zeigt vier Moiren, die an der Hochzeit des Peleus mit der Thetis teilnehmen, in Delphi verehrte man zwei, eine Geburtsmoirai und eine Todesmoirai. (KERÉNYI, 32)

Das Motiv von den drei alten Schicksalsgöttinnen, die den Menschen ihren Anteil am Leben zuteilen, gibt es auch in anderen Mythenkreisen. Die Nordgermanen kannten die Nornen, bei den Römern gab es die Gleichsetzung der Moira mit den Parzen.

Siehe auch Daemogorgon.