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 Griechische Mythologie
 
 

Mopsus

Er gilt als Sohn des Gottes Apollo und der Manto, als Vater gelten auch Rhakius oder der Vater der Manto, Tiresias.

Mopsus war ein großer Seher. In dieser Kunst maß er sich mit dem Apollo-Priester Kalchas, den er darin besiegte, so daß Kalchas vor Gram über die Niederlage dahinschied.

Zu Lebzeiten war Mopsus ein König der Argivier, an der cilicischen Küste gründete er mehrere Städte.

Einer seiner Taten war die Teilnahme an der Jagd auf das Kalydonische Schwein. Als er seinen Speer nach dem Tier schleudert, greift die Göttin Diana (Artemis) zu dessen Gunsten ein und löst im Fluge die eiserne Spitze von der Waffe.

Mopsus nahm auch an der Fahrt der Argonauten teil. Als die am Grabhügel des Sthenelos vorbeikommen und sich ihnen der Schatten des verstorbene Helden zeigt, rät Mopsos ihnen, dem Sthenelos ein Trankopfer darzubringen.

Mit dem Amphilochus schloß er vor Troja Freundschaft. Gemeinsam gründeten sie die Stadt Mallus, was ihnen zum Verhängnis wurde. Als Amphilochus die eigene Stadt in kläglichem Zustand vorfand, kehrte er nach Mallus zurück, wo Mopsus sich seiner überdrüssig zeigte. Im Zweikampfe töteten sie einander.

Begraben wurde beide am Fluss Pyramus auf dem Hügel Margasa (Megarsos). Ihre Gräber legte man so an, daß man von einem das andere nicht sehen konnte.

Nachdem Mopsus in Kolophon (Kleinasien) bzw. in Cilicien verstorben war, erfuhr er göttliche Verehrung als Orakel.