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 Griechische Mythologie
 
 

Nereides

(dt. Nereiden, Nereïden, lat. Nerines) In der griechischen Mythologie eine Gruppe von Meeresnymphen. Sie sind Töchter des Nereus, dem Sohn der Gaia und des Pontos und der Doris, der Tochter des Okeanos. Nach der Mutter werden sie auch Doriden genannt.

Die Nereiden sind Beschützerinnen der in Seenot Geratenen. In Begleitung des Poseidon erheitern sie oft die Seeleute mit ihrem Spiel. (BELLINGER, 340f.) Oder sie begleiten die Amphitrite, selbst eine Nereide, wenn die in ihrem Muschelboot über die Wellen reist.

Zu den Nereides gehören beispielsweise Amphritite, Deianira, Doris, Eione, Galatea oder Thetis. Es gibt verschiedene Quellen, die ihre Namen aufzählen. Alle fünfzig sind bei Hesiod genannt, Homer nennt ihrer 33, andere Darstellungen erwähnen 45 oder 49 Nereides. Die Autoren weichen in den Namen voneinander ab, so daß die Gesamtzahl der Nereides auf bis zu 100 veranschlagt wird.

 

Nereides nach HOMER

Er nennt namentlich dreiunddreißig: Glauke, Kymodoke, Thaleia, Limnoreia, Melite, Jära, Amphithoe, Agaue, Doto, Protho, Dynamene, Kallianeira, Dexamene, Amphionome, Pherusa, Doris, Panope, Galateia, Nemertes, Apseudes, Kalinassa, Ianeira, Klymene, Ianassa, Mära, Oreithya, Amatheia, „und wo sonst Nereïden des Meers Abgründe bewohnten”. (Ilias, 18.39-49)

Nereides nach HESIOD

Von dem „niemals trügenden, wahrhaftigen” Nereus und der „schönhaarigen” Doris stammen „zahlreiche Götterkinder im unwirtlichem Meer”: Proto (die Erste), Eukrante (gute Vollendung), Sao (Rettung), Amphitrite, Eudore (Spenderin), Thetis, Galene (Meeresstille), Glauke, Kimothoe (die Wogenschnelle), Speio (Grotte), Thoe (die Rasche), Halie (Meermädchen), Pasithee (ganz göttlich), Erato (die Liebliche), Eunike (gute Siegerin, Melite (honigsüß), Eulimene (sicherer Hafen), Agaue (die Hehre), Doto (Geberin), Proto, (die Erste), Pherusa (die sanft Tragende), Dynamene (die Starke), Nesaie (Inselgöttin), Aktaie (Strandgöttin), Protomedeia (die erste Waltende), Doris (die Geberin), Panope (die Allsehende), Galateia (Milchweiß), Hippothoe (die Pferdschnelle), Hipponoe (die Pferdsinnige), Kymodoke (die Wogenempfängerin), Kymatolege (die Wogenglätterin), Kymo (Woge), Eione (Gestade), Halimede (Meerherrscherin), Glaukonome (die hell Waltende) Pontoporeia (die Meerfahrende), Leiagore (die sanft Redende), Euagore (die gut Sprechende), Laomedeia (Volksherrscherin), Polynoe (die Vielsinnige), Autonoe (die selbst Sinnende), Lysianassa (lösende Herrin), Euarne (die gute Schäferin), Psamathe (Sandgöttin), Menippe, Neso (die Inselgöttin), Eupompe (die Wohlgeleitete), Themisto (die Rechtliche), Pronoe (die Vorausdenkerin und Nemerthes (die niemals Fehlende), insgesamt also fünfzig Töchter (Theogonie, 240-264).

Als weitere wird Protomedusa genannt.

 

Die Nereides nahmen die Ino freundlich auf, die sich auf der Flucht vor ihrem wahnsinnigen Gatten ins Meer gestürzt hatte.

 

Als Elementarwesen ordnete PARACELSUS die Nereides dem Element Wasser zu.