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| Griechische Mythologie | |
(griech. Sieg, lat. Nice) Die griechische Personifikation des Sieges in der Schlacht und im sportlichen oder musischen Wettkampf, auch des Sieges vor Gericht.
Nike ist Tochter der Styx und des Pallas. Ihre Geschwister sind Zelos (Eifer), Kratos (Macht) und Bia (Kraft). Sie alle wohnen nahe dem Zeus, wie es Styx beschlossen hatte. (HESIOD, Theogonie, 383-389) Dargestellt wird Nike meist schwebend oder geflügelt, mit Palmzweig und Lorbeerkranz.
Alle vier Geschwister hatten dem Zeus in dessen Kämpfen gegen die Titanen beigestanden.
Eine berühmte Plastik ist die Nike von Samothrake, entstanden ~180 vor.
Die Stadt Nizza (franz. Nice) ist nach der Nike benannt.
Eine Darstellung am Parthenonfries auf der Akropolis von Athen zeigt Nike, wie sie die Göttin Athene krönt. Der Siegesaspekt der Nike ging auf die Athene über, die dann die siegende Athene war.
Der zierliche Tempel der Nike-Athene in Athen zeigt die Siegesgöttin abweichend von sonst üblichen Darstellungen als Nike Apteros, d. h. ohne Flügel, da der Sieg nicht aus Athen davonfliegen sollte. Der während der Türkenzeit leider sehr stark beschädigte Fries zeigt Kampfszenen zwischen Persern und Griechen. Dieses ist untypisch für hellenische Tempel, an denen sonst meist Szenen aus dem Mythos gezeigt wurden und seltener historische Begebenheiten - der Sieg über die Perser war wohl von solcher Bedeutung, daß die Ausnahme angezeigt schien.
Die Siegesgöttin Nike entspricht der römischen Victoria.
Eine andere Nike ist eine der fünfzig Töchter des Thespius. Mit ihr zeugte Herakles den Nikodromus.